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ThSV Eisenach 27:27 EHV Aue
ThSV Eisenach   EHV Aue

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News vom 08.03.2014

Derbysieg geht an Schlusslicht
Zwönitzer HSV : EHV Aue JT 27:25 (HZ 13:9)
Ein Derby zwischen Tabellennachbarn kann im Vorfeld nicht brisanter sein. Erst recht nicht, wenn es sich um die letzten beiden Plätze der Tabelle handelt. Für viele Zuschauer noch schöner, wenn am Ende das bis dato weit abgeschlagene Tabellenschlusslicht zwei Zähler in eigener Halle sichert.

Doch so rechte Derbystimmung wollte an diesem Samstag in Zwönitz nicht aufkommen. Ein AbstiegsKAMPF war nur phasenweise erkennbar. Das spielerische Niveau insgesamt der Tabellensituation angemessen.

Zusammengefasst: aus Auer Sicht hätte es in Anbetracht dieser Vorzeichen nicht schlechter laufen können. Eine vermeidbare Niederlage, deren Ursachen schnell erkennbar wurden.

Wie bereits in der Vorwoche scheitert das junge Team im Wurfbereich an sich selbst. 32 Fehlwürfe in Cunewalde, 25 Fehlwürfe in Zwönitz. Zuviel, um positive Akzente zu setzen, Selbstvertraue zu stärken und den Gegner auf Distanz zu halten.

Die Anfangsphase begann beim Blick auf die Anzeigetafel (6:3) aus AUer Sicht erfolgreich. Das langsame Zwönitzer Aufbauspiel konnte bis dahin gut unterbunden werden. Einzig die zweite 2-Minutenstrafe gegen Felix Roth brachte erste Verunsicherungen. Wenig später verletzte sich Abwehrchef Felix Meyer, der die Partie nach 13 Minuten beenden musste. Danach prägten zahlreiche Fehlwürfe das Auer Spiel. Zwönitz nutzte seine Chancen und konnte bis zur Pause eine 13:9-Führung herauswerfen.

In Folge der Aufholjagd in Cunewalde waren sich die Auer ihrer Siegchance weiterhin bewusst. Eine Umstellung im Abwehrverbund auf 4:2 brachte jedoch nicht den geglaubten Erfolg, so dass das Trainerteam Kirsten Weber/ René Jahn eine Manndeckung ab der 40. Spielminute anberaumte. Mit Erfolg, der Rückstand konnte von 18:13 binnen 12 Minuten in eine 22:23-Führung umgewandelt werden. Auch, weil die Auer die Handbremse im Angriffsspiel lösten. Einzig ab dieser Phase kann von einer Derbystimmung in der Zwönitzer Halle gesprochen werden. Denn auch die Zwönitzer Angriffe gewannen nun an Fahrt. Überzahlspiel und Siebenmeterentscheidungen brachten jedoch die Hausherren mit einem 4:0-Lauf wieder zurück auf die Siegerstraße. Endstand 27:25!

Neben großer Unzufriedenheit herrscht dennoch keine Untergangsstimmung im Auer Lager. Lehrgeld wurde seit dem Rückrundenstart nun genügend gezahlt. Aus diesen Fehlern gibt es eine Menge für den nächsten Erfolg zu lernen. Spielerisch muss man sich nicht verstecken. Wichtig bleibt der Fokus auf eine stabile Abwehr in Verbindung mit konstanten Torhüterleistungen. Daraus resultierend die Chance auf "einfache" Tore. Dies ist in der Rückrunde im Wettkampf verloren gegangen. Die Jungs zeigen in der Woche gute Trainingsleistungen und arbeiten an sich selbst. Gute Voraussetzungen für einen mannschaftlichen Erfolg in absehbarer Zeit.

Beim Tabellenführer in Zwickau hat man am kommenden Samstag nichts zu verlieren. Und man passt sich bekanntlich gern einmal dem Gegner an.

(MH16)
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EHV Aue VS. ASV Hamm-Westfalen
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