Letztes Spiel: 26.05.2018 18:30
Eintracht Hildesheim 28:32 EHV Aue
Eintracht Hildesheim   EHV Aue

So geht Sächsisch
 
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News vom 15.12.2017

Die Lage in Liga 2 und unser Gegner Eintracht Hildesheim im Focus
hildesheim 123.JPGDie Lage

Natürlich müssen wir mit der Trainerentlassung in Eisenach beginnen. Nach der Niederlage in Hildesheim hat man in der Wartburgstadt die Reißleine gezogen und Trainer Christoph Jauernik entlassen bzw. freigestellt. Allerdings kann man davon ausgehen, dass er wohl nicht, wie es in anderen Sportarten üblich ist, innerhalb von ein oder zwei Wochen bei einem anderen Verein in Liga 2 wieder auftaucht.
Jede Serie bricht und so auch die des Bergischen HC. Also gibt es am Ende doch kein „zu Null“ nach der überraschenden Heimniederlage gegen den VfL Lübeck-Schwartau (25:30). Aber keine Angst Freunde des Handballsports aus unserer Partnerstadt, denn das Topspiel gegen Balingen wurde mit 30:29 gewonnen und damit hat man acht Punkte Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz. Da brennt nichts an! Auf Platz 2 folgt die SG BBM Bietigheim, die ihrerseits in Lübeck den Überraschungssieg des 16. Spieltages mit 31:18 landete und damit Lübeck-Schwartau mit 24:10 Punkten auf Platz 3 verwies. Platz 4 ist für den zweiten Absteiger Balingen. Ich will zwar nicht behaupten, dass sich Runar in Leipzig ins Fäustchen lacht, so ist er nicht, aber die Bilanz nach dem Trainerwechsel weist in sieben Spielen nur 8:6 Punkte aus. Zur Erinnerung: Runar hat in zehn Spielen 15:5 Punkte geholt. Übrigens, Insider berichten, dass er eine Anfrage aus Eisenach hatte, die er aber abgelehnt hat. Trotzdem ist für den HBW Balingen-Weilstetten mit 23:11 Punkten noch alles drin, genauso wie für den ASV Hamm-Westfalen mit der gleichen Punktzahl, der sich mit Saarlouis schwer tat, am Ende aber mit 32:28 gewann. Jetzt geht es nach Eisenach. Das wird spannend! Es hätte für den Dessau-Roßlauer HV 06 der 4. Platz sein können, doch wir hatten was dagegen und so ist es Platz 6 mit 22:12 Punkten. Trotz der Derby-Niederlage haben die Sachsen-Anhalter bisher eine sensationelle Saison gespielt. Der HSC 2000 Coburg ist weder richtig Fisch noch Fleisch. Nach dem glücklichen Sieg gegen den EHV Aue, den Niederlagen in Hildesheim (22:20) und bei den Rimpar Wölfen (31:29) gab es jetzt den klaren Sieg gegen Nordhorn mit 30:22 - damit Platz 7 mit 21:13 Punkten. Zwar sind das vier Punkte bis zu einem Aufstiegsplatz, aber dafür wird es am Ende wohl nicht reichen, denn man hat in diesem Jahr ein wenig Verletzungspech. Dahinter folgt punktgleich Rimpar mit einer ähnlichen Analyse. Die Rimpar Wölfe sind die Remis-Könige. In den letzten sechs Spielen spielten sie dreimal unentschieden, haben aber immerhin aus den letzten sieben Spielen 9:5 Punkte geholt. Der dritte im Bunde mit der gleichen Punktzahl ist die HSG Nordhorn-Lingen. Also sind es bis Platz 9 eigentlich alles Anwärter auf den Aufstieg. Der TV Emsdetten teilt die Tabelle auf Platz 10 und führt mit 19:15 Punkten das Mittelfeld an. TUSEM Essen ist wohl die „Mannschaft der Stunde“ - seit sieben Spielen ungeschlagen und genau seit sieben Spielen ist auch Michael Hegemann (40 Jahre) wieder mit dabei! Was so ein alter Mann ausmacht! Die zweite „Mannschaft der Stunde“ ist der HC Rhein Vikings mit ebenfalls 17:17 Punkten auf Platz 12. Die Düsseldorfer holten aus den letzten sechs Spielen 9:3 Punkte. Jetzt haben sie auch noch den Zuschlag für die Ausrichtung des Super-Cups (Meister gegen Pokalsieger) im August bekommen. Düsseldorf entwickelt sich langsam wieder zur Handballmetropole. Immerhin war man mal Europa-Cup-Sieger! Ab Platz 13 dürfte der Abstiegskampf beginnen. Dort steht unser heutiger Gegner, die Eintracht Hildesheim mit 12:22 Punkten. Die Niederlage in letzter Sekunde nach klarer Führung im Derby gegen den EHV Aue hatte wohl ihre Nachwirkungen, denn die Dresdner verloren überraschend zu Hause mit 22:25 gegen die HSG Konstanz und wieder war es ein Torwart, der die Elbestädter verzweifeln ließ - Maximilian Wolf. Nach vier Niederlagen in Folge kann man wohl noch nicht von Krise sprechen, aber jetzt geht es nach Nordhorn, dann kommt Emsdetten und zuletzt geht es in diesem Jahr zum Bergischen HC - nicht einfach! Unser nächster Auswärtsgegner VfL Eintracht Hagen hat einen Lauf - drei Siege in Folge - und mit Saarlouis (H), Konstanz (A) und Wilhelmshaven (H) auch noch gegen drei direkte Mitkonkurrenten. Hagen belegt damit Platz 15 mit ebenfalls 12:22 Punkten. Auf dem letzten Nichtabstiegsplatz stehen die Jungs aus dem Norden vom Wilhelmshavener HV mit 10:24 Punkten. Selbst die Nachverpflichtung von Jörn Wolterink bringt nicht den gewünschten Erfolg, jetzt geht es zu Hause gegen Saarlouis (ein Vier-Punkte-Spiel), dann kommt Essen und zwischen den Feiertagen geht es nach Hildesheim. Also, es kann in diesem Jahr noch gepunktet werden! Es folgt die HG Saarlouis auf Platz 17 mit 9:25 Punkten, damit einen Punkt hinter den Nordseestädtern und bei einem Sieg wären sie vorbei. „Todgeglaubte leben länger!“ Das trifft wohl auf uns und Konstanz zu. Viele haben den EHV Aue und die HSG Konstanz bereits als die ersten Absteiger gesehen, aber die Saison ist noch lang! Ich denke, wir haben in den letzten beiden Spielen ein Zeichen gesetzt und müssen dort weitermachen! Bekanntlich ist es ab „3“ Tradition oder eine Serie. Also, versucht heute die Serie oder Tradition zu starten! Was bescheiden ist, ist unser Torverhältnis mit -59 (Dank des Spiels in Bietigheim), nur Saarlouis mit -61 hat ein schlechteres. Im Thüringer Wald brennt es! Nach der bereits erwähnten Trainerentlassung soll es nun Co-Trainer Arne Kühr richten - nicht einfach! Allerdings hat Eisenach eine Mannschaft mit individueller Klasse, die locker unter den ersten Zehn platziert sein muss und vom Etat her natürlich auch. Aber so ist Handball! Gero Schäfer, der Präsident des ThSV Eisenach, und Vizepräsident Jörn Riedenklau werden sich im Januar nicht mehr zur Wahl stellen - erstaunlich! Immerhin hatte man unter Präsident Schäfer zweimal den Aufstieg in Liga 1 geschafft. Da kann man nur hoffen, dass beim Traditionsverein keine dreckige Wäsche gewaschen wird! Denn manchmal trifft auch der Spruch zu: „Undankbarkeit ist des Menschen Lohn!“ Die HSG Konstanz trägt mit 6:28 immer noch die „rote Laterne“, aber mit Lebenszeichen an der Elbe. Die Mannschaft vom Bodensee hat sich die Saison bestimmt auch anders vorgestellt, aber es ist ja noch nicht „aller Tage Abend!“ Also Platz 2 bleibt spannend und natürlich auch der Abstiegskampf!
In diesem Sinne frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Rüdiger Jurke

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Unser Gegner: Eintracht Hildesheim

Die Eintracht Hildesheim reist heute mit breiter Brust und viel Selbstvertrauen nach dem klaren Heimsieg gegen den ThSV Eisenach mit 28:19 an. Dieser souveräne Sieg geht vor allem auf eine hervorragende Defensivleistung und den wieder einmal herausragenden Savvas Savvas mit 12/4 Treffern zurück. Der Tabellendreizehnte ist nach zwei Jahren in der 3. Liga wieder zurück in Liga 2 und möchte dort natürlich auch bleiben. Auch wenn man den Aufstieg erst über die Relegationsrunde geschafft hat, ist man glücklich, wieder dabei zu sein. Die letzten beiden Jahre hat man genutzt, die Handball GmbH zu konsolidieren und konnte sich auch im Verein neu zu sortieren (nach Aussage von Trainer und Manager Gerald Oberbeck). Er ist schon seit Jahren das Gesicht und der Macher unserer heutigen Gäste. Ohne ihn würde es Handball in Hildesheim definitiv nicht geben. Seit 1981, also bereits seit über 35 Jahren, formt er den Traditionsverein als Trainer oder Manager oder beides gleichzeitig von Liga 1 bis Liga 3. Vor der Saison wurden acht neue Spieler verpflichtet, drei davon aus dem eigenen Nachwuchs. In Hildesheim wird auch Griechisch gesprochen, denn gleich fünf Spieler kommen aus dem Urlaubsparadies. Angesichts der Durchschnittstemperatur in Hildesheim von 8,7 Grad ist das schon erstaunlich. Das ist nicht einmal die Durchschnittstemperatur des Mittelmeeres. Und da die Griechen neben Tsatsiki, Sirtaki und Ouzo die Sonne lieben, ist es wirklich erstaunlich, dass es sie nach Hildesheim verschlagen hat. Aber sie fühlen sich wohl und dann ist da ja auch noch die Vaterfigur mit seinem Handballwissen und Überredungskünstler Gerald Oberbeck. Nikolaos Tzoufras (Kreismitte), Adam Papadopoulos (Kreismitte), Nikos Passias (Rückraum links), Neuzugang Spyridon Cherouveim (Rückraum links) und Rückkehrer Savvas Savvas aus Hamm (Rückraum links) zeigen, wie wichtig sie sind. Allen voran der Überflieger Savvas Savvas, der mit 142 Treffern die Torschützenliste der 2. Liga anführt. Das sind pro Spiel 8,4 Tore! Der 20-jährige Grieche spielte letztes Jahr beim ASV Hamm-Westfalen und erzielte dort nur 47 Tore. Seine Leistungsexplosion ist enorm und so wurden auch Erstligisten auf ihn aufmerksam. In der kommenden Saison geht er für den Erstligisten GWD Minden auf Torjagd. Die stabile Abwehr war der Garant für den Heimsieg gegen Eisenach. Zu einer guten Abwehr gehört auch ein guter Torwart und diesen haben unsere heutigen Gäste mit dem 38-jährigen Slowaken Jakub Lefan, der vom ehemaligen Meister HC Banik Karvina nach Hildesheim wechselte. Robin John auf Mitte verfügt nicht nur über Qualitäten in der Spielführung, sondern hat selbst auch schon 80 Tore erzielt. Mit dem Griechen Nikolaos Tzoufras kommt ein Kraftpaket am Kreis auf unsere Abwehr zu, der seinen Körper enorm einsetzt und auch schon 67 Tore auf seinem Konto hat. Die Achse Lefan, John, Tzoufras sowie „Goalgetter“ Savvas ist das Prunkstück unserer Gäste. Die beiden Außen Maurice Lungela (rechts) und Lothar von Hermanni (links) erzielten bisher zusammen 50 Tore. Der 21-Mann-Kader von Gerald Oberbeck hat es in sich und so ist der Aufsteiger, wie die drei anderen, stark wie seit Jahren nicht. Die Hildesheimer starteten famos in die Saison mit einem Sieg in Wilhelmshaven (24:28), Sieg in Konstanz (27:28) und 5:3 Punkten nach vier Spieltagen. Es folgte eine Schwächephase, in der aus neun Spielen nur ein Punkt geholt wurde. Aber die ist nach dem Überraschungssieg gegen Coburg (22:20) überwunden. Das war der erste Heimsieg. Zuvor hatte man nicht doppelt zu Hause gepunktet. Es folgte die knappe Niederlage in Hamm mit 20:23 und zwei Siege in Saarlouis (25:29) und zu Hause gegen Eisenach (28:19). Erstaunlich ist, dass die Eintracht mehr Punkte in fremden Hallen erkämpft hat und zwar sieben (Wilhelmshaven, Konstanz, Saarlouis und ein Unentschieden in Essen) als zu Hause. Wir wollen natürlich alles tun, dass heute nicht der achte oder gar neunte Auswärtspunkt dazukommt und wir am Ende sagen können: „Jamas!“

Rüdiger Jurke

Nächstes Spiel: 02.06.2018 18:30
EHV Aue VS. VfL Eintracht Hagen
EHV Aue   VfL Eintracht Hagen