Letztes Spiel: 18.10.2018 19:00
EHV Aue 26:26 ASV Hamm-Westfalen
EHV Aue   ASV Hamm-Westfalen

So geht Sächsisch
 
Helios

News vom 11.12.2017

Mancher hätte nun gern nur noch Derbys
(Quelle: Freie Presse)
fpdessau1.png
Die Zweitliga-Handballer des EHV Aue haben erfolgreich nachgelegt. Der 31:26-Sieg (17:15) beim Dessau-Roßlauer HV bescherte ihnen auch ein nächtliches Stelldichein.

VON RALF WENDLAND

DESSAU-ROSSLAU - Der EHV Aue ist wieder da. Die Zweitliga-Handballer aus dem Erzgebirge kämpfen sich nach einer Niederlagenserie zurück. Dem umjubelten Heimsieg über den HC Elbflorenz im Sachsenderby haben die Auer vorgestern einen überraschenden 31:26-Erfolg (17:15) im Ostderby beim Dessau-Roßlauer HV folgen lassen.

Überglücklich ob dieses zweiten Siegs in Folge lagen sich Spieler und Fans – rund 100 Anhänger hatten die Mannschaft in einem Sonderzug und in Autos begleitet – nach dem Schlusspfiff in der Anhalt-Arena in den Armen. EHV-Kapitän Eric Meinhardt brachte es dann auf den Punkt: „Eigentlich müsste jedes Spiel für uns ein Derby sein. Wir haben alles reingelegt. Es ist einfach schön, denn die Mannschaft hat wieder funktioniert.“ Einer, der zuletzt eher wegen Verletzungen und gesundheitlichen Problemen von sich reden machte, avancierte zum Mann des Abends: Janar Mägi. Er lieferte eine überragende Leistung ab, war mit zehn Toren zudem bester Werfer.

„Es ist wichtig, dass man mit einem positiven Erlebnis startet“, sagte Trainer Stephan Swat. Das gelang den Auern, als Meinhardt zum 1:0 einnetzte. „Im Laufe der ersten Halbzeit gewannen wir immer mehr an Stabilität und Selbstvertrauen“, so Swat. Das Ziel, diesmal einen guten ersten Durchgang abzuliefern, wurde so erreicht. Denn mit dem 9:8 durch Gregor Remke (17.) übernahm der EHV wieder die Führung und hielt sie zunächst einmal bis zur Pause (17:15).

„So war die zweite Hälfte einfacher. Doch auch da gab es schwierige Momente, die wir aber cool und clever gelöst haben“, so der Coach, dessen Team gleich nach Wiederbeginn auf 22:15 enteilte (37.). Entscheidenden Anteil am Erfolg hatte Robert Wetzel, der den EHV-Kasten mit überragenden Paraden mitunter förmlich zunagelte. „Die Anfangsphase haben wir etwas verschlafen. Doch danach ging es immer besser. Was wir heute gezeigt haben, muss man auswärts erst einmal aufs Parkett bringen“, fand der Keeper.

Stephan Swat brach erneut eine Lanze für den treuen Anhang. „Auswärts ist die Stimmung manchmal ja fast noch besser als zu Hause. Es tut gut, die Fans nun mit so einem Sieg beschenken zu können.“ Zugleich weiß er seine Familie hinter sich. Sein Sohn Jonko und seine Frau Romana sind sogar im Zug mit nach Dessau-Roßlau gefahren. „Die lange Durststrecke mit den vielen Niederlagen hat schon etwas für Anspannung gesorgt. Aber mein Mann versucht, das von uns fernzuhalten, damit wir trotzdem ein Familienleben haben. Es gelingt uns ganz gut, alles unter einen Hut zu bekommen“, erklärt die 39-Jährige.

Mit zwei Punkten im Gepäck haben die Anhänger im Zug weitergefeiert. Jörg Meinhardt, der Fanbeauftragte des EHV, war begeistert: „Einfach sensationell – die Stimmung und natürlich der Sieg.“ Der krönende Abschluss des erfolgreichen Handballtags folgte in Aue, als der Sonderzug gegen 0.30 Uhr auf dem Bahnhof ankam. Da stand die komplette Mannschaft samt Trainerstab Spalier, um die Fans zu Hause zu begrüßen und sich noch einmal für die Unterstützung zu bedanken.

Bildtext: Aues Janar Mägi spielte am Sonnabend so stark wie schon lange nicht mehr. Mit zehn Toren war der Este beim Auswärtssieg über den Dessau-Roßlauer HV auch bester Werfer des EHV. FOTOS: RALF WENDLAND (2)

Bildtext: Zu den EHV-Fans, die in einem Sonderzug nach Dessau-Roßlau gereist waren, gehörte die Frau von EHV-Trainer Stephan Swat, Romana (links).
Nächstes Spiel: 31.10.2018 20:15
HBW Balingen-Weilstetten VS. EHV Aue
HBW Balingen-Weilstetten   EHV Aue