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EHV Aue 28:21 HBW Balingen-Weilstetten
EHV Aue   HBW Balingen-Weilstetten

So geht Sächsisch
 
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News vom 08.12.2017

Auer bauen auf den Derbymodus
(Quelle: Freie Presse)
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Die Zweitliga-Handballer des EHV treten morgen beim Dessau-Roßlauer HV an.
Der jüngste Heimsieg hat ihnen Mut gemacht.

VON KJELL RIEDEL

DESSAU-ROSSLAU - Nach dem Derby ist vor dem Derby. Und nach dem Sieg ist hoffentlich vor dem Sieg. So lässt sich die Situation im Lager von Handball-Zweitligist EHV Aue mit Blick auf den 17. Spieltag und die Partie morgen ab 19.30 Uhr in der Anhalt-Arena beim Dessau-Roßlauer HV zusammenfassen.

Nach neun Niederlagen in Folge schafften die Erzgebirger zuletzt zu Hause im Sachsenderby gegen den HC Elbflorenz ihren dritten Saisonerfolg. Während die Auer in dieser Meisterschaft bereits 13 Partien verloren haben, überließ der Dessau-Roßlauer HV seinen Gegnern erst viermal beide Zähler. Das sagt neben den aktuellen Tabellenplätzen 19 und 5 wohl genug darüber aus, wer in diesem Ostderby als Favorit aufläuft. Ihre einzigen Heimniederlagen kassierten die Sachsen-Anhalter gleich im September gegen Emsdetten und Lübeck-Schwartau. Wenig später gab’s noch ein Remis gegen Balingen-Weilstetten. Alle anderen Spiele vor eigener Kulisse wurden gewonnen. Vorigen Sonnabend setzte sich der HV in einem umkämpften Duell 31:28 in Eisenach durch, was den Auern als direkten Konkurrenten der Thüringer im Kampf gegen den Abstieg natürlich gefiel.

Noch viel besser gefallen wür- de es den Erzgebirgern, wenn sie morgen in Dessau-Roßlau mit dem Schwung des jüngsten Heimsiegs im Sachsenderby im Rücken ihre klare Außenseiterrolle so gut spielen, dass sie gleich den nächsten Coup landen. „Wir müssen einfach in genau dem Derbymodus bleiben, wie wir ihn gegen Elbflorenz nach der Pause hatten“, sagt Trainer Stephan Swat. Dessen Schützlinge machten in den jüngsten beiden Partien schier aussichtslos scheinende Rückstände wett. Das spricht für die Moral der heftig gebeutelten Truppe. „Und vorige Woche haben wir uns für den Kraftakt auch belohnt.“

Aber so gut der Sieg getan habe. „Wir können uns in Dessau nichts dafür kaufen. Der HV verfügt über eine aggressive und sehr bewegliche Abwehr mit richtig guten Torhütern“, erklärt der Auer Trainer. Im Angriff ist Vincent Sohmann besonders stark. Der gelernte Linksaußen agiert inzwischen meist als Ballverteiler und Torjäger von der Rückraum-Mitte aus. „Für uns gilt es morgen zunächst einmal, nicht wieder klar in Rückstand zu geraten“, sagt der EHV-Coach.

Den jüngsten Vergleich beider Teams verloren die Auer im Februar in der Anhalt-Arena 25:29. Da hatten zahlreiche EHV-Fans das Team mit einem Sonderzug begleitet. Das wird morgen wieder so sein. In der Erzgebirgsbahn, die 15 Uhr am Bahnhof Aue startet, gibt’s laut Fanbeauftragtem Jörg Meinhardt noch Restplätze. Wer also Lust hat, den EHV-Handballern in diesem Ostderby den Rücken zu stärken, sollte sich möglichst unter Ruf 0152 29591200 melden oder morgen einfach direkt auf den Bahnhof kommen. Die Fahrkarte für Hin- und Rückreise – inklusive Bustransfer zur Halle und zurück zum Zug – kostet 25 Euro. EHV-Mitglieder zahlen nur 20 Euro. Tickets fürs Spiel stehen laut Meinhardt vor Ort in ausreichender Zahl für Gästefans zur Verfügung.

Bildtext:
Hielt zuletzt gegen den HC Elbflorenz den Sieg fest: Aues Torwart Erik Töpfer. Diese Woche plagte er sich mit einem Infekt herum. Der Keeper wird morgen Abend in Dessau-Roßlau aber wohl spielen können. Alexander Koke fällt dagegen aufgrund einer Oberschenkelzerrung aus.
FOTO: CARSTEN WAGNER
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