Letztes Spiel: 02.06.2018 18:30
EHV Aue 29:25 VfL Eintracht Hagen
EHV Aue   VfL Eintracht Hagen

So geht Sächsisch
 
Helios

News vom 23.02.2018

Die aktuelle Lage in Liga 2 und im Focus DJK Rimpar
12_Rimpar__neu4.jpgDie Lage

Die Entscheidung ist gefallen!
Christian Prokop darf als Nationaltrainer weitermachen. Ob diese Entscheidung gut oder schlecht ist, werden wir sehen. Schlecht ist, was in den letzten vier Wochen nach der EM geschehen ist. So stellt man seinen Trainer nicht ins Schaufenster. Jeder durfte seinen Senf dazugeben und seine Meinung äußern, egal ob Handballfachmann oder nicht! Das Affentheater hat viel zu lange gedauert! So macht man keinen Trainer stark. Natürlich hat Christian Prokop Fehler gemacht, aber die muss man intern aufarbeiten und schnell zu einer Entscheidung kommen und nicht mit so einer Hängepartie in die Öffentlichkeit treten. Der Höhepunkt war die Befragung der Spieler: Hast du denn deinen Trainer lieb oder nicht? Natürlich muss man auch die Meinung der Mannschaft einholen, aber dafür gibt es einen Kapitän und vielleicht einen Mannschaftsrat. Außerdem sind wir nicht bei „Wünsch Dir was“ mit Irmgard Düren. Die Sendung gab es am Sonntagnachmittag und sollte es nicht beim DHB und für die Nationalspieler geben. Im normalen Leben kann sich auch nicht jeder Arbeitnehmer seinen Chef aussuchen. Man darf gespannt sein! Einfach wird es für den Nationalmannschaftstrainer nicht. Ein kleiner Trost für ihn ist vielleicht, dass große Trainer wie Heiner Brand oder Dagur Sigurdsson auch große Turniere in den Sand gesetzt haben und sind anschließend Welt- oder Europameister geworden sind. Er hat ja nur die Aufgabe, Olympiasieger 2020 zu werden! Aber dabei sollte man bitte bedenken, dass es noch andere Handballnationen gibt und Deutschland nicht der Nabel der Welt ist, weder im Handball noch sonst irgendwie. Ich wünsche Christian alles Gute und denke, dass er noch viel mit der Mannschaft erreichen kann, weil er ein guter Trainer ist!

Nun zur 2. Liga. Die ersten beiden Spieltage im neuen Jahr standen unter dem Zeichen der knappen Spiele oder um mit einem meiner DDR-Lieblings-Serien zu sprechen „Sekunden entscheiden“ mit Oberleutnant Hans Kloss. Die vier Sekunden, die uns gegen den ASV Hamm-Westfalen gefehlt haben, haben die meisten miterlebt. Die HSG Konstanz gewinnt in letzter Sekunde einen Punkt zu Hause gegen den HC Rhein Vikings (24:24) per Kempa-Trick. Eine Woche später erwischt es sie selbst. Ein sicher geglaubter Sieg in Hildesheim bei +3 Toren eineinhalb Minuten vor Schluss endete durch Siebenmeter für Hildesheim mit 27:27. Der HC Elbflorenz zwingt den Favoriten VfL Lübeck-Schwartau fast in die Knie, führte zur Halbzeit bereits 13:7, musste aber ein 25:25 in den letzten Sekunden akzeptieren. Also, es ging richtig knapp zu in Liga 2, außer an der Spitze! Dort führt der Bergische HC mit neun Punkten Vorsprung auf Platz 2 und elf Punkten auf Platz 3, gewinnt gegen Hildesheim gleich einmal mit elf und in Dessau mit 16 Toren. Die stoppt keiner mehr! Aber wer geht mit in Liga 1? Die SG BBM Bietigheim hat sich nach der Niederlage zu Hause gegen Coburg (26:28) erholt und gewann bei den heimstarken Essenern mit 26:23. Der ASV Hamm-Westfalen hatte bei uns Glück und gewinnt auch das Verfolgerduell gegen die Rimpar Wölfe (27:22). Punktgleich, mit ebenfalls zwei Punkten Rückstand auf Platz 2, folgt der VfL Lübeck-Schwartau auf Platz 4. Aber auch unser heutiger Gegner, die DJK Rimpar Wölfe, hat mit 29:15 Punkten nur vier Punkte Rückstand und macht sich noch berechtigte Hoffnungen in Richtung Liga 1, zumal er mit Bietigheim und Lübeck-Schwartau noch zwei direkte Konkurrenten zu Hause empfängt. Oder schafft es gar der HSC 2000 Coburg mit fünf Punkten Rückstand auf Platz 2 noch, der mit zwei Siegen ins neue Jahr gestartet ist? Das Mittelfeld beginnt wohl bei der HSG Nordhorn-Lingen auf Platz 7 und einem Spiel mehr, allerdings mit einer Überraschungsniederlage in Hagen (26:24) und damit sind sie wohl raus aus dem Aufstiegsrennen. Auch der TV Emsdetten kann zwei Siege verbuchen. Besonders erwähnenswert ist dabei der Sieg in Eisenach (25:27). Das hätte ich so nicht gedacht! Für die Balinger folgte nach der Heimniederlage gegen VfL Eintracht Hagen (33:37) Straftraining am Sonnabend und Sonntag. Viele der Zuschauer, Sponsoren und Verantwortlichen ließen ihren Frust an den Spielern ab. Die Reaktion ist der 22:12-Sieg in Düsseldorf. Dabei hat der HC Rhein Vikings nur zwölf Tore erzielt. Das erinnert an die DDR-Oberliga, als die BSG Wismut Aue gegen Rotation Berlin 17:14 spielte. Aber trotzdem wird man bei den Schwaben mit Platz 9 und 25:19 Punkten über den Saisonverlauf bitter enttäuscht sein. In Dessau-Roßlau ist irgendwie die Luft raus. Erst verloren die Sachsen-Anhalter in Emsdetten (30:26), was nicht unnormal ist, aber mit -16 Toren gegen den Bergischen HC in eigener Halle zu verlieren, tut schon weh. Mit 24 Punkten ist man aber so gut wie durch und hat nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun. Auch TUSEM Essen ist trotz zweier Niederlagen noch mit 20 Punkten im Mittelfeld, aber ganz durch sind die Rheinländer wohl noch nicht. Ab Platz 13 beginnt der Abstiegskampf. Wie bereits erwähnt, verlor der HC Rhein Vikings gegen Balingen mit 12:22 nach einer schlechten Vorstellung. O-Ton von Ceven Klatt, dem Trainer des HC Rhein Vikings „Das war nicht zweitligatauglich!“ Der Wilhelmshavener HV erzielte einen wichtigen Sieg gegen den HC Elbflorenz (26:21), verlor aber erwartungsgemäß in Coburg mit 26:29. Der HC Elbflorenz erkämpfte einen Punkt gegen den VfL Lübeck-Schwartau und ist damit mit 15:29 Punkten einen Punkt vor dem EHV Aue. Präsident Uwe Saegeling hat noch einmal das Portemonnaie geöffnet und aus der 3. Liga Gabor Pulay für den Rückraum verpflichtet. Allerdings haben die Dresdner den bisher enttäuschenden Patrik Hruscak von ihrer Gehaltsliste runterbekommen. Der spielt jetzt sogar beim Erstligisten Friesenheim - Hut ab! Egal, Hauptsache Du bist Linkshänder! Wir bleiben durch unseren Punktgewinn in Saarlouis auf Nichtabstiegsplatz 16. Über dem Strich wollen wir auch am Ende der Saison stehen. Von den derzeit vier Absteigern haben drei gepunktet, aber trotzdem ist das für alle drei irgendwie zu wenig. Die Eintracht Hildesheim hat mit Glück noch ein 27:27 gegen Konstanz erzielt, was gegen einen Mitkonkurrenten zu wenig ist und wenn man wie die Konstanzer 90 Sekunden vor Schluss noch mit drei Toren führt, dann will man doch beide Punkte. Aufgrund des schlechteren Torverhältnisses trägt die HG Saarlouis die „rote Laterne“. Sie hätte gegen den direkten Mitkonkurrenten aus Aue gewinnen müssen. Das Sorgenkind ist der ThSV Eisenach. Trotz neuem Präsidenten und neuem Vorstand kassierte man eine 25:27-Heimniederlage gegen Emsdetten. Natürlich ist die Enttäuschung in Thüringen groß, zumal man in Nordhorn lange an einem Sieg schnupperte und voller Optimismus ins Spiel ging. Na klar, man hat noch acht Heimspiele und darunter gegen den HC Rhein Vikings, Elbflorenz, Hildesheim und Saarlouis - alles direkte Mitkonkurrenten, aber auch Balingen, Lübeck-Schwartau und Essen stehen noch an. Ich denke, dass 26 Punkte, sollten sie noch alle acht Heimspiele gewinnen, für den Klassenerhalt nicht ausreichen werden. Aber was geht uns das Leid der anderen an, wenn man selbst in arger Bedrängnis ist. Daher wäre es enorm wichtig, heute zu siegen, um weiter über dem Strich zu stehen.

Rüdiger Jurke
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Unser kommender Gegner: DJK Rimpar Wölfe

Nach dem ASV Hamm-Westfalen empfangen wir heute den nächsten schweren Gegner von der Tabellenspitze in der Erzgebirgshalle. Trotz Niederlage im Verfolgerduell in Hamm mit 22:27 machen sich die Oberfranken mit nur vier Punkten Rückstand noch berechtigte Hoffnungen auf Platz 2. Vor der Niederlage in Hamm standen vier Siege in Folge zu Buche und davon drei (Dessau +9, Saarlouis +6, Hagen +11) recht deutlich. Wie stark die Rimpar Wölfe auswärts auftreten, zeigt ihre Statistik mit sieben Auswärtserfolgen. Nur in Emsdetten (29:25), Essen (23:21) und jetzt in Hamm (27:22) musste man sich geschlagen geben. In Bietigheim trennte man sich unentschieden (26:26). Umso erstaunlicher ist, dass die Statistik gegen uns positiv für uns ausfällt. Wir trafen bisher zwölfmal aufeinander, sechsmal gewann der EHV Aue, fünfmal Rimpar und einmal ging unentschieden aus. Natürlich soll die positive Statistik so bleiben! Negativ ist allerdings, dass wir die letzten drei Aufeinandertreffen denkbar knapp, zweimal mit nur einem Tor und einmal mit zwei Toren, verloren haben. Heute brauchen wir das Quäntchen Glück, das wir im letzten Heimspiel nicht hatten, um vielleicht wieder einmal mit einem Tor zu gewinnen. Wir haben ja bereits am vergangenen Mittwoch in Nordhorn gespielt und Rimpar bereits am Donnerstag zu Hause gegen Eisenach (das Ergebnis lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor.) und so ist es für beide Mannschaften kein richtiger Doppelspieltag (Freitag + Sonntag). Diesen sollte man ohnehin abschaffen, da es keiner Mannschaft zuzumuten ist, zwei Spiele innerhalb von 48 Stunden zu absolvieren. Der Tabellenvierte der letzten Saison, der lange um den Aufstieg mitgespielt hat, will natürlich sein Ergebnis aus der Vorsaison bestätigen und ist dabei auf einem guten Weg. Die Mannschaft ist fast komplett zusammengeblieben. Denn darin besteht auch ihre Stärke, dass sie extrem eingespielt ist und die Abläufe perfekt sitzen. Trainer Dr. Matthias Obinger hat eine kompakte Mannschaft zusammen, beginnend bei dem starken Rückhalt Max Brustmann, der einen Durchschnittswert von 36,23 % gehaltenen Bällen aufweisen kann. Dazu steht mit Andreas Wieser ein zweiter guter Torwart parat, wenn es bei der Nr. 1 nicht so läuft. Mit Patrick Schmidt (RM – 108) und Steffen Kaufmann (RR – 104) stehen Dr. Obinger außergewöhnliche Aufbauspieler zur Verfügung, dazu noch der erstligaerfahrene Benjamin Herth (RM – 68), der bereits für die DHfK auf Torejagd ging. Die linke Rückraumposition wird von Benedikt Brielmeier bespielt, er ebenfalls schon 64 Tore erzielte. Eine weitere Stärke unserer Gäste ist ihre offensive und schnellbeinige Abwehr, durch die sie zu ihren schnellen Gegenstößen kommen, bei denen sich vor allem die Außen Julian Sauer (RA – 50) und Dominik Schömig (RA – 41) in Szene setzen und für die einfachen Tore sorgen. Der vom HC Erlangen ausgeliehene Kreisläufer Jan Schäffer ist vor der Rückrunde wieder zurück nach Erlangen gewechselt. Dafür kam Sergej Gorpishin. Viele werden noch seinen Vater Wjatscheslaw Gorpishin kennen, der mit Russland Olympiasieger wurde. Sergej Gorpishin ist einer von drei Juniorennationalspielern im Kader der Mittelfranken. Allerdings spielt er für Russland.
Herzlich begrüßen wir natürlich die mitgereisten Fans, denn bis Würzburg sind es nur knapp 300 km. Freuen wir uns auf ein spannendes Spiel und natürlich hoffen wir dabei auf die Unterstützung der EHV-Fans!

Rüdiger Jurke
Nächstes Spiel: 23.02.2018
VS.