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News vom 19.01.2018

Auch nach zweitem Testspiel bleibt noch reichlich Arbeit übrig
(Quelle: Freie Presse)
bengtfp1234.JPGDie Zweitliga-Handballer des EHV Aue haben sich beim 31:29-Heimsieg über Lovosice nicht mit Ruhm bekleckert. Morgen geht es zum Skilaufen auf den Rabenberg.

VON KJELL RIEDEL

AUE/LÖSSNITZ - Drei Wochen bleiben den Handballern des EHV Aue noch, dann setzen sie in der 2. Bundesliga die Mission Klassenerhalt fort. „Wenn es nach mir geht, dann könnten wir die Saison allerdings jetzt schon beenden“, sagt Manager Rüdiger Jurke und lacht. „Dank des sensationellen Dezembers stehen wir ja auf einem Nichtabstiegsplatz. Wir müssen einfach alles dafür geben, dass wir auch am Saisonende über dem Strich stehen.“

Jurke wird nicht müde, immer wieder auf eines hinzuweisen: „Für uns war die zweite Liga 25 Jahre lang Überlebenskampf, und das bleibt sie – sportlich und wirtschaftlich.“ Deshalb könne der Verein auch nicht einfach einen Alexander Koke mal eben so weiterbeschäftigen. Dessen Nothilfeeinsatz wegen des verletzungsbedingten Ausfalls von Benas Petreikis zu finanzieren, sei schon ein echter Kraftakt gewesen. Nun ruhen alle Hoffnungen darauf, dass Petreikis rechtzeitig fit wird. Der Litauer saß am Dienstagabend beim 31:29-Heimsieg (17:13) im Vorbereitungsspiel gegen Lovosice mit auf der Bank, kam aber noch nicht zum Einsatz. Nächsten Donnerstag ab 19 Uhr im Test in der Lößnitzer Erzgebirgshalle gegen den HSC Coburg könnte der 25-Jährige nach auskuriertem Syndesmosebandriss erstmals wieder mit von der Partie sein.

Swat braucht ganz dringend jeden Mann, denn der EHV muss einen weiteren herben Rückschlag verdauen. Wie „Freie Presse“ gestern schon berichtete, steht Gregor Remke vorerst nicht mehr zur Verfügung, da er bei seinem Stammverein SC DHfK Leipzig einspringen muss. Der Juniorenauswahl-Akteur darf über ein Zweitspielrecht für Aue ran und wurde nun von den Messestädtern zurückgerufen, da diese zahlreiche Verletzte haben. Ob der 20-Jäh-rige in dieser Saison überhaupt noch einmal für den EHV aufläuft, steht in den Sternen. Der Verlust wiegt umso schwerer, als der junge Mann nach zunächst schwachen Leistungen zuletzt richtig gut drauf war. „Das ist echt bitter für uns, aber es gilt, die Situation so anzunehmen, wie sie nun mal ist“, sagt Swat und fügt an: „Da müssen halt jetzt andere in die Bresche springen.“

Das können jedoch nur die alt- bekannten Stammkräfte sein. Denn eines hat der Test gegen Lovosice sehr deutlich gezeigt: Anschluss- kader wie Simeon und Jonathan Fischer, Franz Schauer sowie Pascal Ebert sind trotz aller Bemühungen noch weit weg vom Zweitliga- Niveau. „Sie sollen und müssen in solchen Spielen lernen. Allerdings haben sie zu langsam agiert. Gegen körperlich überlegene Kontrahenten müssen sie auf Tempo setzen“, monierte der Coach.

Insgesamt war Swat mit dem Auftritt seiner Männer gegen den Dritten der ersten tschechischen Liga nicht zufrieden. Dabei hatten die Auer im Duell mit anfangs wenig motiviert wirkenden Gästen mit bis zu neun Toren geführt (14:5/19., 15:6/21.). Aber nach dem 17:10 (28.) gab es einen Bruch, und bis zur Pause kam Lovosice auf 13:17 heran. Direkt danach schickte Swat die zweite Garnitur aufs Parkett. „Das war so geplant.“ Die Tschechen nutzten das aus, führten schließlich 23:22 (45.). In der Schlussviertelstunde rückten dann Aues Stammkräfte das Ganze wieder halbwegs gerade, indem sie für einen knappen Erfolg sorgten.

„Die Phase nach dem 17:10 hat mir überhaupt nicht gefallen. Da verlieren wir mal wieder die Konzentration und starten Experimente, die gründlich schiefgegangen sind. So etwas dürfen wir uns einfach nicht erlauben“, ärgerte sich Swat. Zudem habe Torhüter Robert Wetzel überhaupt nicht ins Spiel gefunden. Als Erik Töpfer zurück im Kasten war, erwischte der Keeper sofort ein paar Bälle. „Die Abwehr stand aggressiver, und wir gewannen zumindest noch“, so der Trainer, dem auch Janar Mägi (Blockade im Rücken) und Marcel Schäfer (Leistenprobleme) fehlten.

Morgen geht es für die Handballer des EHV zum Skilaufen auf den Rabenberg, ehe im Training mehr und mehr an der Feinabstimmung gefeilt wird. Nach dem Testspiel nächsten Donnerstag zu Hause gegen Coburg gibt es am 1. Februar ein weiteres beim SC DHfK Leipzig. Das ursprünglich für 31. Januar geplante Duell mit Dukla Prag fällt aus.

Bildtext: Geburtstagskind Bengt Bornhorn erzielte im Testspiel gegen Lovosice zwei Tore für den EHV Aue. Der Kreisläufer ist am Dienstag 29 Jahre alt geworden. FOTO: RALF WENDLAND
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