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EHV Aue 29:25 VfL Eintracht Hagen
EHV Aue   VfL Eintracht Hagen

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News vom 27.02.2018

Trainer führt seine Schützlinge in der Pause auf den richtigen Weg
(Quelle Freie Presse)
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Der EHV Aue hat in der 2. Handball-Bundesliga am Sonntag zu Hause gegen Rimpar 28:27 (14:16) gewonnen. In der ersten Hälfte taten sich die Gastgeber schwer.

VON RALF WENDLAND

LÖSSNITZ - Es ist ein richtig harter Kampf gewesen und bis zum Schluss eine echte Zitterpartie. Aber am Ende durften die Spieler des EHV Aue am Sonntag gemeinsam mit mehr als 1200 Fans in der Lößnitzer Erzgebirgshalle einen 28:27-Heimsieg (14:16) über die favorisierten Wölfe aus Rimpar sowie zwei ganz wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Handball-Bundesliga bejubeln.

In Hälfte eins lagen die Gastgeber meist hinten. Sie blieben mit einem Rückstand von zwei bis drei Toren allerdings in Schlagdistanz. Das war ganz wichtig, gerade gegen ein Team, das zuvor in dieser Saison erst dreimal auswärts verloren hatte. „Eine schwierige erste Halbzeit. Rimpar hat uns vor riesige Probleme gestellt. Wir bekamen nicht den Zugriff, den wir uns gewünscht hatten“, sagte EHV-Trainer Stephan Swat. Vor allem hatten die Auer Schwierigkeiten, die schnelle Mitte und die Konter der Unterfranken zu stoppen.

In der Kabine – seine Schützlinge lagen 14:16 zurück – appellierte der EHV-Coach ans Team, in der Abwehr anders zuzupacken. Das taten die Erzgebirger dann auch. Damit erleichterten sie nicht zuletzt Erik Töpfer die Arbeit. Der Torhüter parierte nun einige Würfe der Gäste stark, sorgte auf diese Weise quasi für die Initialzündung. „Dann waren wir emotional im Spiel, und das braucht man gegen eine Spitzenmannschaft wie Rimpar“, freute sich Swat. Erik Töpfer sagte: „In der ersten Halbzeit lag es an der Abwehr. Wir haben Tempo nach vorn gemacht und es nach hinten vergessen. Rimpar hat das zunächst einfach effektiver gestaltet.“

Aber nach gut 35 Minuten traf Kevin Roch zum 18:18, und wenig später erzielte Mindaugas Dumcius das 19:18 für den EHV. Damit war der Bann endgültig gebrochen, und die Einheimischen zogen unter dem Jubel der Fans bis auf 24:20 (46.) davon. Die Gäste gaben sich natürlich noch nicht geschlagen, und in der Schlussphase wurde es noch einmal richtig spannend. Das lag auch daran, dass nicht nur Aues Erik Töpfer ein super Rückhalt seines Teams war, sondern bei den Wölfen mit Max Brustmann einer der Besten der Liga das Tor hütet. So stand es zwei Minuten vor Schluss nur noch 27:26 für den EHV. Nachdem Rimpar die Chance zum Ausgleich vergeben hatte, gelang Dumcius zwölf Sekunden vor dem Ende das 28:26. Der Treffer der Gäste per Siebenmeter zwei Sekunden vorm Abpfiff zum 27:28 tat den Erzgebirgerin nicht mehr weh.

„Ich bin heilfroh, dass wir die beiden Punkte mitnehmen konnten“, sagte Stephan Swat erleichtert. Die zweite Halbzeit sei eine tolle mannschaftliche Leistung gewesen, fügte Aues Kapitän Eric Meinhardt hinzu. Im rechten Rückraum konnte Swat diesmal wieder auf den mit Zweitspielrecht ausgestatteten Gregor Remke bauen, der zuletzt für Erst- ligist SC DHfK Leipzig im Einsatz war. Ob der 20-Jährige dem EHV auch in kommenden Partien zur Verfügung steht, ist offen. Das sei abhängig von den Spielplänen beider Vereine, so Remke. (mit kjr)

Bildtext: Hatte nach dem 28:27-Heimsieg am Sonntag über Rimpar Grund, mit seinen Teamkollegen zu feiern, und wurde für seine starke Leistung von den Fans gefeiert: Aues Torhüter Erik Töpfer. FOTO: RALF WENDLAND
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VS.