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News vom 24.12.2017

Irres Ende macht Auer glücklich
(Quelle: Freie Presse)
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Die Zweitliga-Handballer des EHV haben in Hagen ihren vierten Sieg in Folge gefeiert. Beim 35:34 (15:18) spielte ein Oldie eine wichtige Rolle.

VON TONI BERTRAMS

HAGEN - Stephan Swat kann sich glücklich schätzen, einen so erfahrenen Mann auf der Bank zu haben. Es lief die 42. Minute, als der Trainer des EHV Aue für sein Team die Weichen zum vierten Sieg in Serie in der 2. Handball-Bundesliga stellte: Swat ließ wieder mit einer 6:0-Deckung spielen und für Eric Meinhardt Oldie Alexander Koke im Angriff die Fäden ziehen. „Alex hat klug Regie geführt“, sagte der Coach nach dem 35:34 (15:18) am Freitagabend beim VfL Eintracht Hagen.

Beide Trainer erklärten, es sei eine Partie mit vielen Phasen gewesen. Das hätten Niels Pfannenschmidt und Stephan Swat auch einfacher beschreiben können: Es war ein irres Spiel. Total irre wurde dann sogar das Finale. Gregor Remke erzielte wenige Sekunden vor Schluss mit seinem siebenten Tor das 35:34 für den EHV. Philip Jungemann unterband durch ein Foul den Gegenangriff der Hagener. Dafür sah der Auer die rote Karte, und der VfL erhielt einen Strafwurf. Bei diesem hämmerte Sören Kress den Ball an die Latte, obwohl Keeper Robert Wetzel schon auf dem Hosenboden gesessen hatte. „Das war ein bisschen glücklich“, räumte Swat ein. Eigentlich jedoch war’s ihm egal, er vielmehr „stolz auf die Mannschaft“. Obwohl er am Ende der Pressekonferenz einen „Schock“ verdauen musste: Vor ihm stand nur alkoholfreies Bier. Da schafften die Hagener aber ganz schnell Abhilfe.

Um auf die von beiden Trainern angesprochenen Phasen zurückzukommen: Der EHV hatte vorne ein paar richtig gute und vor allem hinten einige schlechte. Trotz einer zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Führung lagen die Auer zur Pause 15:18 zurück. Und diese 18 Gegentreffer hatten Swat überhaupt nicht gefallen. „Zu viele“, so der 40-Jährige. Er reagierte, ließ nun nicht mehr 6:0, sondern 5:1 decken. Das Ergebnis: Aus dem 15:18 wurde ein 15:20. „Da haben wir vergessen, den Sack zuzumachen“, sagte Hagens Niels Pfannenschmidt, während Swat – wie eingangs erwähnt – erneut umstellte und sein Team damit auf die Siegerstraße führte. Die Erzgebirger ließen sich auch durch den Ausfall von Erik Töpfer nicht beirren. Der Keeper war beim Versuch, den Ball nach einem Heber noch zu erwischen, mit dem linken Knie gegen den Pfosten geprallt, so heftig, dass Töpfer sich verletzte und das Tor repariert werden musste.

„Wie wir uns zurückgekämpft und die Nerven behalten haben, war überragend“, sagte Swat. Der EHV ging weiter ein sehr hohes Tempo und beim 34:33 erstmals nach dem 11:10 wieder in Führung. Dank Alexander Koke hatten die Auer auch einen wichtigen ruhenden Pol. Das gab den Ausschlag für den Sieg in Hagen. Anschließend klang aus der EHV-Kabine auch schon mal der Ruf „Derbysieger, Derbysieger“. Das Ostderby gestern Abend in Eisenach dauerte allerdings bei Redaktionsschluss dieser Seite noch an.

Bildtext: Alexander Koke erzielte zwei Tore und führte in der zweiten Hälfte im Angriff klug Regie. FOTO: TONI BERTRAMS
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