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EHV Aue 26:26 ASV Hamm-Westfalen
EHV Aue   ASV Hamm-Westfalen

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News vom 22.12.2017

Auern fehlen „nur“ noch zwei Siege zum perfekten Dezember
(Quelle: Freie Presse)
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Wenig Zeit für besinnliche Weihnachten bleibt den Zweitliga-Handballern des EHV. Sie spielen heute in Hagen und am Dienstag in Eisenach. Beide Gegner sind direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt.

VON KJELL RIEDEL

HAGEN/EISENACH - Es ist nur ein kleiner Schritt in der Tabelle der 2. Bundesliga im Handball, aber ein großer für den EHV Aue – vor allem aus psychologischer Sicht. Bei entsprechendem Verlauf ihrer beiden „Weihnachtsspiele“ heute beim Aufsteiger in Hagen sowie am Dienstag im Ostderby in Eisenach können die Erzgebirger auf einem Nichtabstiegsplatz ins Jahr 2018 rutschen.

„Das war vor ein paar Wochen ja noch unvorstellbar“, sagt Rüdiger Jurke. Bei aller Euphorie nach den jüngsten drei Erfolgen stärkt der EHV-Manager allerdings in einer Sache Trainer Stephan Swat gerade jetzt besonders den Rücken: „Wir bleiben dabei, dass vorher nicht alles schlecht war und jetzt nicht alles gut ist.“ Also soll weiter hart gearbeitet werden, um am besten schon heute ab 19.30 Uhr mit einem Sieg den gastgebenden VfL Eintracht Hagen vom 16. Rang zu verdrängen und damit die Abstiegszone zu verlassen. Das wäre zugleich ein schöner Abschluss der Hinrunde. Die von Niels Pfannenschmidt trainierte Eintracht hatte nach drei Siegen in Folge zuletzt auswärts gegen Rimpar 17:28 verloren und ist laut Stephan Swat sehr heimstark.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag starten die Auer 19.30 Uhr beim ThSV Eisenach gleich noch in die Rückrunde, ehe es dann bis zum 10. Februar und dem Heimspiel gegen Hamm eine lange Pause wegen der Europameisterschaft in Kroa-tien gibt. Wer glaubt, den EHV Aue habe es in dieser Saison schlimm erwischt, der sollte zum alten Rivalen nach Thüringen schauen. Der ThSV strebte eigentlich einen Platz im oberen Tabellendrittel an, trägt vor Weihnachten aber überraschend die rote Laterne. Nach nur sechs Punkten aus 17 Partien zogen die Verantwortlichen die Notbremse, ersetzten Coach Christoph Jauernik durch seinen bisherigen Co-Trainer Arne Kühr. Unter seiner Führung soll der nominell doch recht starke Kader um den wurfgewaltigen Matthias Gerlich (109/30 Tore) und den sicheren Torhüter Jan-Steffen Redwitz die Kurve irgendwie noch kriegen.

Zuletzt gegen Hamm gelang zu Hause immerhin ein 26:26, was als wichtiges Lebenszeichen gefeiert wurde. Zudem kehrte Kreisspieler Nicolai Hansen zurück. Mit seiner Erfahrung will der 35-Jährige den Thüringern im Abstiegskampf im Angriff und in der Abwehr helfen. An der Wartburg beim Schlusslicht, das heute bei der ebenfalls im Ta-bellenkeller steckenden HG Saarlouis antritt, herrscht demnach Aufbruchsstimmung. Die Auer sollten also gewarnt sein, auch wenn die Eisenacher in dieser Saison erst ein einziges Heimspiel für sich entscheiden konnten – mit 29:22 gegen Hagen. Nicht zuletzt ist ja noch eine Rechnung offen: Zum Saisonstart gewann der ThSV in Lößnitz 24:20.

„So ein Auftaktspiel ist schlecht einzuordnen, und durch den Trainerwechsel sind die Eisenacher nun schwer berechenbar für uns“, sagt Aues Trainer Swat und fügt an: „Aber das ist egal, genauso, dass sie Letzte sind. Sie könnten auch Erste sein – ein Derby wollen wir immer gewinnen. Wir müssen einfach wieder in unseren Kampfmodus finden.“ Das gelte bereits für den Auftritt heute in Hagen. „Das Selbstvertrauen sollte da sein, muss jedoch immer neu gestärkt werden. Wenn wir unsere beste Leistung bringen, dann haben wir uns am Ende auch nichts vorzuwerfen“, so Swat, der es als kleines Plus ansieht, dass der größere Druck jeweils auf der Heimmannschaft lastet. Das Ziel des EHV Aue ist klar: „Wir wollen unsere starke Phase fortsetzen und möglichst den perfekten Dezember hinlegen – das wäre ein großer Wurf.“

Perfekter Dezember hieße, den Siegen über Elbflorenz, Dessau-Roßlau und Hildesheim noch genau zwei weitere folgen zu lassen – heute in Hagen und am Dienstag in Eisenach. Dann gehen die Auer auch ganz sicher auf einem Nichtabstiegsplatz ins Jahr 2018, das sportlich für sie am 8. Januar mit dem Trainingsauftakt beginnt.

IM FANBUS NACH EISENACH gibt es noch einige Restplätze. Los geht’s am Dienstag, 15.15 Uhr ab Erzgebirgshalle Lößnitz. Die Fahrt kostet 20 Euro. Interessenten können sich unter der Rufnummer 0152 29591200 melden. Im Bus gibt es eine Talkrunde mit Georg Rothenburger senior und junior.

Bildtext: Die Torhüter des EHV Aue mussten in dieser Saison lange Zeit heftige Kritik einstecken. Zuletzt war aber gerade Robert Wetzel ein starker Rückhalt. Auf Wetzels Paraden und die von Eric Töpfer zählen die Erzgebirger auch in den „Weihnachtsspielen“ in Hagen sowie in Eisenach. FOTO: STROHDIEK/EIBNER-PRESSEFOTO
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