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TV Emsdetten 23:30 EHV Aue
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News vom 17.03.2017

Nach der Gala zu Hause geht’s zu kampfstarken Münsterländern
(Quelle: Freie Presse)
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Die Handballer des EHV Aue treten morgen in der 2. Bundesliga beim TV Emsdetten an. In der Tabelle trennt beide Teams nur ein Punkt.

VON KJELL RIEDEL

EMSDETTEN - Das ist eine wahrlich beeindruckende Vorstellung gewesen, mit der die Zweitliga-Hand- baller des EHV Aue zuletzt zu Hause den TV Hüttenberg besiegt haben. „Bei uns hat alles gepasst“, so Trainer Stephan Swat, der nun hofft, dass sich seine Schützlinge morgen ab 19 Uhr beim TV Emsdetten ähnlich schwungvoll präsentieren.

Oder – wie Swat selbst es formuliert: „Genau diese Spielweise mit in den Bus packen. Und dann auswärts genauso selbstbewusst auftreten, ein solches Tempo gehen.“ Zugleich verweist der Coach darauf, dass der TVE da bestimmt etwas dagegen haben wird und obendrein einen deutlich kampfbetonteren Stil pflegt als die Hüttenberger. „Dieses Kämpfe- rische müssen wir annehmen.“ Als Beispiel nennt Swat Emsdettens Merten Krings. Der gehe immer wieder mit Biss in die Nahtstellen der Abwehr. „Also gilt es, den Defensivverbund so hinzukriegen wie vorigen Sonnabend. Und wir brauchen eine ähnliche Torhüterleistung und wieder eine sehr hohe Angriffseffektivität.“

Ganz klar: Mit ihrer Leistung gegen Hüttenberg haben sich die Auer die Messlatte selbst ziemlich hoch gelegt. „Deshalb wurde unter der Woche hart trainiert, um keinen Schlendrian einziehen zu lassen“, so der Coach. Allerdings konnten nicht alle Spieler mitwirken. Janar Mägi plagt weiter ein Infekt, Marcel Schäfer und Philip Jungemann mussten ebenfalls erkältet pausieren. Arni Thor Sigtryggsson hat laut Swat seit Dienstag Leistenprobleme. Bei allen Genannten entscheidet sich erst kurzfristig, ob sie die Reise mit antreten.

In Emsdetten hat Aue noch nie gewinnen können. Bisher bestes Ergebnis war 2012 ein 30:30. Die anderen beiden Punktpartien gingen mit jeweils sieben Toren Unterschied recht klar verloren. 2014 gab es zudem eine 30:33-Pokalniederlage. Daheim hatten die Erzgebirger dafür den TVE stets bezwungen – bis zum Hinspiel der aktuellen Saison. Am 7. Oktober mussten sich die Auer in Lößnitz mit 29:30 geschlagen geben. Vor dieser Begegnung hatte der EHV mit einer Rückholaktion für eine Menge Aufsehen gesorgt: Weil mit Robert Wetzel und Erik Töpfer beide Torhüter auszufallen drohten, wurde Andreas Bayerschmidt aus dem „Ruhestand“ in Franken zurück- geholt. Der 39-Jährige gab sein Bestes, konnte die Niederlage aber auch nicht abwenden.

Damals war die Partie Aue gegen Emsdetten übrigens das Kellerduell zwischen dem Vorletzten und dem Drittletzten. Während beim EHV die Krise danach noch eine Weile anhielt, ging es für die Schützlinge des 140-fachen tschechischen Nationalspielers Daniel Kubeš zügig bergauf bis in die einstellige Tabellen- region. Da stehen die Münsterländer als Neunte mit 23:27 Punkten auch jetzt noch. Womit sie gleichsam als Aushängeschild für die gegenwärtig in der Liga herrschende Zwei-Klassen-Gesellschaft herhalten können. Denn bis zum Achten, der HSG Nordhorn-Lingen, klafft eine Lücke von vier Punkten, während es bis zum ASV Hamm-Westfalen auf Abstiegsplatz 17 nur drei Zähler sind und bis zum 18., dem TuS Ferndorf, fünf.

Aue als 13. und Emsdetten als Neunten trennt gerade einmal ein Punkt. Das heißt auch: Gewinnt der EHV morgen Abend in der Ems- halle, zieht er an den Gastgebern vorbei. Das wäre eine doppelt schöne Revanche für die knappe Hinspielniederlage. Allerdings werden die Westfalen mächtig unter Dampf stehen. Verloren sie doch voriges Wochenende beim Drittletzten in Ferndorf auf reichlich unnötige Art und Weise: durch einen verwandelten Freiwurf nach Ablauf der regulären Spielzeit.

Bildtext: Bjarki Mar Gunnarsson (links) – hier mit Arni Thor Sigtryggsson und Trainer Stephan Swat (rechts) – ist ein unglaublich wichtiger Spieler für den EHV Aue. Das beweist er in der Abwehr oft genug als Turm in der Schlacht. Der Defensivspezialist wirft zudem immer wieder wichtige Tore. Auf ihn zählt das Team natürlich auch morgen Abend in Emsdetten. FOTO: RALF WENDLAND
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EHV Aue VS. HSG Nordhorn-Lingen
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