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News vom 13.03.2017

EHV setzt mit überragender Leistung ein Achtungszeichen
(Quelle: Freie Presse)
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Den Auer Handballern ist am Sonnabend in der Erzgebirgshalle im Duell mit dem TV Hüttenberg die erhoffte Überraschung im Abstiegskampf in der 2. Bundesliga geglückt. Sie siegten 32:25 (17:14).

VON KATJA LIPPMANN-WAGNER

LÖSSNITZ - Stephan Swat, Trainer von Handball-Zweitligist EHV Aue, hat am Sonnabend gleich zu Beginn der Pressekonferenz nach dem Heimspiel gegen den TV Hüttenberg einen tiefen Schluck aus der Bier- flasche genommen. Wenig später entschuldigte er sich: „Es ist eigentlich nicht meine Art, Bier während der Pressekonferenz zu trinken. Aber heute ist ein besonderer Tag.“ Immerhin hatte seine Mannschaft kurz vorher den haushohen Favoriten und Aufstiegsanwärter aus Hessen vor 1250 begeisterten Fans mit 32:25 (17:14) fast schon aus der Lößnitzer Erzgebirgshalle gefegt.

Von Anfang an hatten die Gast-geber gezeigt, dass sie im Abstiegskampf gegen den Tabellenzweiten unbedingt punkten wollten. Nach drei teils knapp verlorenen Partien in Folge machten die Erzgebirger von der ersten Minute an Druck, ließen dank einer hervorragenden Abwehrleistung den TV nicht ins Spiel kommen. Kein einziges Mal wurde es dem Favoriten gestattet, die Führung zu übernehmen. Nach dem 4:4 (6.) nutzte der EHV eine Schwächephase der Gäste und setzte sich auf 9:4 (12.) ab. „Wir sind aus meiner Sicht die klar bessere Mannschaft“, fand Aues Manager Rüdiger Jurke schon zur Pause. Lediglich mit der Leistung der Unparteiischen Christian und David Hannes haderte er ein bisschen. „Wir haben nicht unbedingt Heimschiedsrichter. Das sind junge Leute, die müssen das eben noch lernen.“ Aus Jurkes Sicht waren einige eigenartige Entscheidungen dabei. So erhielten in Halbzeit eins die überragenden Kevin Roch und Bjarki Mar Gunnarsson sowie der starke Torhüter Robert Wetzel jeweils eine Zwei-Minuten-Strafe. Dennoch lagen die Erzgebirger beim Seitenwechsel 17:14 vorn.

Und sie ließen nicht nach. Ihre Führung geriet daher zu keiner Zeit ernsthaft in Gefahr. Im Gegenteil: Ab Mitte der zweiten Hälfte bauten die Einheimischen den Abstand sogar aus. Als das 31:23 (55.) an der Anzeigetafel aufleuchtete – später hieß es sogar noch 32:23 – erhob sich das Publikum, um das Team mit Ovationen durch die letzten fünf Minuten zu begleiten.

Da Stephan Swat wusste, dass das Selbstvertrauen seiner Schützlinge durch die drei Niederlagen gelitten hatte, freute er sich umso mehr über die starke Vorstellung: „Wie sie sich da herausgekämpft haben, war sehr gut.“ Dass Roch und Dadi Runarsson zu den Spielern des Tages gewählt wurden, konnte der Coach voll und ganz verstehen „Dadi hat klug Regie geführt, stand auch in der Abwehr seinen Mann und hat immer wieder aufs Tempo gedrückt.“ Roch habe neben seinen zehn Toren alle mit-gerissen und in der Defensive ebenfalls einen Riesenjob gemacht. „Das ist Schwerstarbeit. Viele verkennen, wie man da ackern muss. Aber wie wir heute auch als Mannschaft gestanden haben, das war großartig“, so der EHV-Trainer stolz.

Bildtext: Die Auer glänzten am Sonnabend gegen den TV Hüttenberg vor allem mit mannschaftlicher Geschlossenheit. Was die Wurfausbeute anging, ragte allerdings Kevin Roch mit zehn Toren doch etwas heraus. FOTO: CARSTEN WAGNER
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