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Bergischer Handball-Club 06 31:27 EHV Aue
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News vom 11.03.2017

Abstiegskampf geht für Auer gegen starken Aufsteiger weiter
(Quelle: Freie Presse)
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Die Zweitliga-Handballer des EHV treffen heute in der Erzgebirgshalle auf den TV Hüttenberg. Für die Auseinandersetzung mit dem Tabellenzweiten wirbt Trainer Stephan Swat um Unterstützung von den Rängen.

VON KJELL RIEDEL

LÖSSNITZ - Gegensätzlicher könnten die Gefühle in den Lagern beider Kontrahenten vorm Zweitliga-Duell der Handballer des EHV Aue und des TV Hüttenberg heute ab 17 Uhr in der Lößnitzer Erzgebirgshalle kaum sein. Die Gäste sind Tabellenzweite und untermauerten zuletzt im Topspiel mit einem 25:23-Sieg über den VfL Bad Schwartau ihre Aufstiegsambitionen. Für den EHV setzte es mit dem 20:31 bei Spitzenreiter TuS Nettelstedt-Lübbecke die dritte Niederlage in Folge, und das Abstiegs-gespenst ist zurück.

Natürlich hatten Aues Trainer Stephan Swat und Manager Rüdiger Jurke genau davor die ganze Zeit gewarnt, als das Team zwischenzeitlich so schön aus dem Tabellenkeller herausgekrabbelt war. Weil es eben so unglaublich eng zugeht in der Liga und es die Erzgebirger momentan ständig mit sehr starken Gegnern zu tun bekommen. Insofern gibt es einerseits wohl derzeit noch keinen Grund, die Pferde scheu zu machen. Schließlich fehlen dem EHV bis zu einem einstel- ligen Tabellenplatz gerade einmal drei Punkte. Andererseits wäre es ein guter Zeitpunkt, ein positives Signal zu setzen und in eigener Halle für eine Überraschung zu sorgen.

Dass ein Erfolg über die Hüttenberger einer Überraschung gleichkommen würde, leitet sich schon aus einer Tatsache ab: Die Hessen haben in dieser Saison erst fünfmal verloren. Viermal davon auswärts: 25:29 in Bad Schwartau, 24:25 bei der TSG Ludwigshafen-Friesenheim, 26:28 beim TuS Nettelstedt-Lüb- becke und Mitte Februar 23:27 in Konstanz. Der jüngste Auftritt des TV auf gegnerischem Parkett bei der HSG Nordhorn-Lingen endete 29:29. Das Hinspiel gegen Aue entschieden die Hessen – übrigens ein Aufsteiger – mit 34:27 für sich. „Aber ein normaler Aufsteiger ist der TV natürlich nicht“, sagt EHV-Trainer Stephan Swat. Vielmehr seien die Gäste eine immens starke Truppe, die besonders von ihrem klar strukturierten Auftreten und von der für die meisten Gegner äußerst unangenehmen 3:2:1-Abwehr profitiert. „Zudem sind sie sehr breit aufgestellt, was die Torgefahr im Angriff betrifft“, so Swat. Beste Werfer waren bislang Rechtsaußen Daniel Wernig (127/51 Tore) und Dominik Mappes (114/20). „Hüttenberg bestraft jeden Fehler eiskalt. Wenn wir überhaupt eine Chance haben wollen, dann müssen wir im Angriff äußerst effektiv sein“, blickt der EHV-Trainer voraus.

Sorgen bereitet ihm, dass die personellen Alternativen knapp werden. Vor allem im Rückraum und in der Abwehr. So hatte sich Dadi Runarsson im jüngsten Auswärtsspiel am Knie verletzt. „Zum Glück ist nichts gerissen. Es handelt sich um eine Prellung. Wir müssen sehen, wie wir Dadi einsetzen können.“ Zudem sind einige Männer angeschlagen. Definitiv fehlen werde Janar Mägi, der mit Fieber flach liegt. „Wir brauchen also jeden aus dem Kader – und nicht zuletzt auch die Unterstützung durch die Zuschauer, gerade jetzt. Der Abstiegskampf geht weiter. Es ist brutal eng in der Liga, und das wussten wir.“ In dieser Phase, in der der EHV gehäuft auf Spitzenteams trifft, tun laut Swat knappe Niederlagen wie gegen Rimpar und Eisenach besonders weh. „Und wenn dann auch noch die Mannschaften aus dem unteren Tabellenfeld überraschend punkten, sieht es so aus wie jetzt. Umso wichtiger wäre es, selber mal zu überraschen, um liegen gelassene Zähler auszugleichen.“

Bildtext: Handball ist nichts für Weicheier: Marc Pechstein, der hier von den Eise- nachern Duje Miljak (links) und Nicolai Hansen bearbeitet wird, gehört zu mehreren Spielern des EHV Aue, die vor der Heimpartie heute gegen den TV Hüttenberg angeschlagen waren. Wenn es irgendwie geht, wollen diese Männer laut Trainer Stephan Swat aber dabei sein. FOTO: RALF WENDLAND
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