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EHV Aue 28:27 TuS N-Lübbecke
EHV Aue   TuS N-Lübbecke
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News vom 08.04.2019

Punkt kommt Sieg gleich
(Quelle Freie Presse)
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Ein 25:25 (11:11) gegen den Tabellenvierten: Das hätte den Zweitliga-Handballern des EHV kaum einer zugetraut. Und trotzdem gelang die Meisterleistung.

VON ANNA NEEF

HAMM/AUE - Angefühlt hat sich das 25:25 (11:11) für die Zweitliga-Handballer des EHV Aue wie ein Sieg. „Wir sind überglücklich“, sagte Trainer Stephan Swat, der seinem Team einen ganz starken Auftritt beim Tabellenvierten bescheinigt. Kaum einer rechnete im Vorfeld der Partie am Freitag beim ASV Hamm-Westfalen wirklich mit Zählbarem.

Am wenigsten die Gastgeber, die in der Rückrunde nur gegen Spitzenreiter Balingen Federn lassen mussten. Im ASV-Programmheft zur Partie gegen Aue durften laut Swat unter anderem 19 Prominente das Endergebnis tippen. „Das für uns beste Resultat war dabei eine Drei-Tore-Niederlage.“ Pustekuchen! Die Erzgebirger trumpften nach 450 Kilometern Anreise in der Eisenbahnerstadt groß auf. Nur zweimal – beim 1:0 zu Beginn und beim 25:24 kurz vor Schluss – gerieten sie überhaupt in Rückstand. „Es war eine fantastische Leistung aller“, so Swat. Großen Anteil am Erfolg hatte auch Keeper Erik Töpfer, der vorige Woche nach langer Verletzungspause zurückgekehrt war. Er stand ab der vierten Minute im Kasten. „Und hat das solide gemacht. Er nahm wichtige Bälle weg, was dem Team Sicherheit gab“, sagte Swat, der insgesamt eine stabile Abwehr sah. „Wir haben gut gearbeitet und taktisch alles so umsetzen können, wie wir es besprochen hatten.“ So zogen die Auer nach dem 4:4 (9.) über 6:4 (14.) und 7:4 (16.) auf 8:4 (17.) davon. Fehler des ASV nutzte der EHV zu seinen Gunsten. Weitere Stationen waren das 9:5 (19.) und 11:7 (23.), ehe die Gastgeber ab der 24. Minute besser gegenhielten und Aue auch durch Zeitstrafen ins Hintertreffen geriet. Das 11:11 zur Pause blieb aber nicht das Ende der Fahnenstange.

Denn in Hälfte zwei starteten die Gäste furios: Mit Treffern durch Ladislav Brykner und Eric Meinhardt übernahmen sie sofort wieder das Zepter – 13:11 (31.). Das entfachte noch mehr Feuereifer. Offensiv wie defensiv präsentierten sich die Auer nicht wie Außenseiter. Über 14:11 und 15:12 hielten sie den Favoriten in Schach. Noch in der 43. Minute hieß es 20:17 aus EHV-Sicht und eine Sensation schien möglich, ehe es zusehends enger wurde. Eine Kraftfrage war das laut Swat aber nicht. „Hamm agierte dann geschickt mit siebentem Feldspieler und hatte zweimal Glück bei Abprallern, die direkt an den Kreis zurückkamen, während wir einmal das leere Tor verfehlten.“ So konnte Aue die Führung nicht über die Zeit retten. „Aber egal. Denn selbst den Punkt traute uns in Hamm kaum einer zu. Da rieben sich viele die Augen“, sagte Swat, der trotzdem wieder zittern musste. So folgte dem 24:24 (55.) das 25:24 (58.) durch Hamm. Den anschließenden Auer Siebenmeter verschoss Meinhardt. „Der Ball prallte an die Lattenunterkante und nach vorne weg“, so Swat. Die offene Situation ging aber diesmal gut für Aue aus, denn der Kapitän zeigte Nervenstärke und traf in der 60. Minute zum 25:25. „Hochverdient.“

Die nun folgende Spielpause will Swat für Athletiktraining nutzen. „Auch sehen wir uns alle mal vier Tage nicht, ehe es mit neuer Kraft zur nächsten Aufgabe geht.“ Und die hält am Gründonnerstag nicht weniger als das Heimspiel gegen Tabellenführer Balingen bereit.

Bildtext: Torwart Erik Töpfer und Benas Petreikis bejubeln das 25:25 in Hamm. Es war ein hochverdienter Punkt, den die Auer durch einen ganz starken Auftritt beim Tabellenvierten erkämpften. FOTO: MATHIAS M. LEHMANN
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