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News vom 04.04.2019

Auch das letzte Körnchen zählt
(Quelle Freie Presse)

Es wird nicht leichter für die Zweitliga-Handballer des EHV. Am jetzigen Freitag wartet in Hamm eine schwere Aufgabe aufs Team. Moral und Ehrgeiz sind beim Tabellenvierten gefragt.

VON ANNA NEEF

AUE/HAMM - Der Groll ist ein wenig verflogen, denn die nächste Herausforderung wartet schon am jetzigen Freitag auf die Zweitliga-Handballer des EHV Aue. Nach der bitteren 30:31-Heimniederlage gegen Hagen – ein direkter Konkurrent im Abstiegskampf – muss die Mannschaft um Trainer Stephan Swat das letzte Körnchen Leistung herauskitzeln, um zu bestehen. Denn ab 19.15 Uhr geht es gegen den ASV Hamm-Westfalen, der Tabellenplatz 4 belegt und auf einer Erfolgswelle reitet.

Die Handballer aus der Eisenbahnerstadt in Nordrhein-Westfalen haben in der Rückrunde bisher nur eine Niederlage einstecken müssen – und zwar gegen Spitzenreiter Balingen. „Das sagt eigentlich schon alles“, so Aues Trainer Stephan Swat. Vor ihm und seinem Team liegt ein langer Tag. Nach der Anreise über 450 Kilometer geht es aufs Parkett. „Das ist hart, aber wir kennen das. Insofern gilt es auch nicht als Ausrede. Wir wollen die Partie optimal gestalten“, sagt der Coach. Er schätzt den ASV Hamm-Westfalen als echtes Spitzenteam ein. „Sehr stabil und souverän.“ Die ärgerliche Heimniederlage gegen Hagen beschäftigte den EHV nur am Montag noch. „Wir haben das Ganze ausgewertet und sind ab Dienstag sofort ins Training übergegangen – mit Fokus auf Hamm.“ So nütze es nichts, sich zu lange über Geschehenes den Kopf zu zerbrechen. „Wir müssen nach vorne schauen und mit aller Macht versuchen, Punkte zu holen. Wo auch immer“, so Swat.

Auf einigen Positionen wurden Techniken verfeinert. Dabei gelte es, insgesamt eine Schippe draufzulegen. „Im Angriff dürfen wir unsere teils sehr schön herausgearbeiteten Chancen nicht einfach liegen lassen, sondern müssen auch Tore daraus machen.“ In der Defensive wünsche er sich, dass die Spieler entschlossener auftreten. Und auch die Torhüter bleiben ein Thema. Ohne konstant gute Leistungen auf dieser Position sei es noch schwerer als ohnehin schon. Durch die Rückkehr des dritten Keepers Erik Töpfer bestehe da nun zumindest mehr Spielraum. „Ich hoffe auf mehr Stabilität im Kasten und dass sich Vilius Rasimas steigern kann.“

Bisher trafen Aue (14./23:33) und Hamm-Westfalen (4./39:17) 13-mal aufeinander. Sechs dieser Partien entschied der ASV für sich – und nimmt jetzt gegen den EHV den Schwung aus vier Siegen in Folge mit in die Partie. Aber vielleicht ist es gerade diese Favoritenrolle, die die Außenseiter aus dem Erzgebirge für sich nutzen können.

Bildtext: Kapitän Eric Meinhardt – hier während des Heimspiels gegen Hagen vorigen Sonnabend – gehört zu den großen Stützen des Auer Teams. Die Zweitliga-Handballer des EHV kämpfen gegen den Abstieg und haben nun beim Tabellenvierten, dem ASV Hamm-Westfalen, ein schweres Auswärtsspiel vor der Brust. FOTO: CARSTEN WAGNER
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