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News vom 11.03.2019

Rudis Schnitzel sind einsame Spitze
(Quelle: WochenENDspiegel)
Christa und Rudi.jpg Was wäre der Traditionsverein ohne Christa und Rudolf Jurke …?

Lößnitz. Die eingangs gestellte Frage findet eine kurze Antwort: Ohne Ehrenamtler sähe es in den Vereinen eher traurig aus. Der EHV Aue bildet dabei keine Ausnahme. Stellvertretend für viele engagierte Vereinsmitglieder, die nicht auf die Uhr schauen, wenn sie gerufen und gebraucht werden, seien die Eltern des Geschäftsführers der EHV Aue Marketing und Spielbetriebs GmbH Rüdiger Jurke genannt. Was Rudi und Christa seit Eröffnung der Erzgebirgshalle in Lößnitz seit 1996 als „Verantwortliche für Verpflegung und Getränke“ leisten, verdient höchsten Respekt und Anerkennung.
Dabei sind die beiden 72-Jährigen schon seit den Zeiten mit dem tempostarken Ballsport verbunden, in denen Sohn Rüdiger als Sechsjähriger mit dem Handballsport begann und es sogar bis zum DDR-Meister brachte. Wer dem Wismut-Hauer mit 30-jähriger Arbeit vor Ort und der einstigen Selbständigen gegenübersitzt, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Einmal deshalb, weil auch Schwester Gerda (81), Brigitte Lades (77) oder die 49-jährige Tochter Silke vom „EHV-Bazillus“ befallen sind. Letztere wohnt inzwischen in Unterfranken und lässt es sich nicht nehmen, bei der Fan-Weihnachtsfeier oder beim Saisonabschluss ihren Eltern helfend unter die Arme zu greifen.
Christa und Rudi sind bei jedem Heimspiel in der Erzgebirgshalle die Ersten und die Letzten. Wer dabei die neun Stunden pro Heimspieltag mit den 19 Partien in eigener Halle und das in sage und schreibe über 22 Jahren addiert, kommt auf etwa 3.700 Stunden Ehrenamt. Bliebe außerdem noch das, was Rudi zur Verpflegung der Mannschaft bei Auswärtsspielen in der zweimalzwei Quadratmeter großen Küche in der Brünlasberg-Wohnung kocht. So stand er beispielsweise vor dem Freundschafsspiel gegen Erlangen am 1. Februar ab 9 Uhr am Herd, um 70 leckere Schnitzel zu braten. Christa lieferte obendrein die Salate.
Die Aufzählung dessen, was die beiden Erzgebirger in ihrem Ehrenamt leisten, muss leider lückenhaft bleiben. Nur dies noch: Was sind die Motive von Christa und Rudi? „Wir leben für den Handball und so lange es die Gesundheit zulässt, sind wir mit Spaß und Freude dabei“, so übereinstimmend die Meinung von zwei im allerbesten und ehrenvollsten Sinne „EHV-Verrückten“. Möge es mehr davon geben! hjs
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