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HSG Nordhorn-Lingen 34:19 EHV Aue
HSG Nordhorn-Lingen   EHV Aue

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News vom 03.12.2018

Musil und Meinhardt führen ihre Mannschaft zum Sieg
(Quelle Freie Presse)
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Wie fleißige Eichhörnchen sammeln die Handballer des EHV Aue Punkte für den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga. Vorgestern holten sie in Lößnitz durch ein 33:27 gegen Rimpar zwei weitere Zähler

Der EHV Aue ist so etwas wie die Mannschaft der Stunde in der 2. Handball-Bundesliga. Wobei die Betonung auf Mannschaft liegt, das hat sich beim 33:27 (17:16) am Sonnabend in der Lößnitzer Erzgebirgshalle über DJK Rimpar – dem dritten Sieg in Folge – erneut eindrucksvoll gezeigt. In der ersten Hälfte sahen die 1220 Zuschauer das erwartet enge und verbissen geführte Duell zweier Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Da die Abwehrreihen kaum Zugriff fanden und sich die Torhüter selten auszeichnen konnten, fielen auf beiden Seiten viele Treffer. Die Auer, bei denen Mindaugas Dumcius wegen Steiß Poblemen fehlte, hatten leichte Vorteile, konnten sich aber nicht absetzen. Zu Beginn der zweiten Hälfte schien die Partie zugunsten der Gäste zu kippen. Aus dem 16:17-Pausenrückstand machten sie eine 20:17- Führung (34.). Doch so leicht wollte sich der EHV nicht geschlagen geben. Zwei Routiniers gingen voran. Zunächst war da Eric Meinhardt. Der hatte seit einem Siebenmeter in der 13. Minute kein Tor mehr erzielt, war von Rimpar gut gedeckt worden. Nun riss der Kapitän mit all seiner Erfahrung die Initiative an sich, sorgte mit Toren aus dem Spiel heraus und sicher verwandelten Strafwürfen maßgeblich mit dafür, dass die Auer mit Kevin Rochs 24:23 (43.) wieder auf Erfolgskurs waren. „Vielleicht hatten die Jungs aus Rimpar mich dann ein bisschen vergessen“, sagte Meinhardt schmunzelnd. Er treffe in solchen Situationen bewusst die Entscheidung, offensiv mehr zu riskieren. „Ich muss die Führung übernehmen, und das ganze Team zieht gut mit“, so der 33-Jährige. Stolze 45 Jahre auf dem Buckel hat der andere „Initialzünder“, den der EHV am Sonnabend hatte. Radek Musil vernagelte nach seiner Einwechslung mehr und mehr seinen Kasten. Das brachte der nun im 5:1-System agierenden Abwehr zusätzliche Sicherheit, und plötzlich lief es auch defensiv viel besser. So setzten sich die Gastgeber ab und feierten am Ende einen überraschend klaren 33:27-Heimsieg. „Radek fühlte sich wahrscheinlich ein bisschen von mir angestachelt und wollte beweisen, dass er auch noch was drauf hat“, witzelte Eric Meinhardt. „Aber im Ernst: Es ist toll, wie wir uns auf Radek verlassen können. Er sitzt lange draußen, kommt rein und hält. Und beim nächsten Mal geht Erik Töpfer wieder ins Tor, bringt seine Leistung, und Radek steht ihm zur Seite.“ Musil selbst dachte im Moment des Triumphs an seinen jüngeren Kollegen: „Erik Töpfer hatte zuletzt überragende Spiele, heute fehlte ihm einfach das Glück. Da mussten wir was probieren. Ich halte ein paar Würfe, wir kommen zurück, die Abwehr spielt eine überragende zweite Hälfte – so läuft das.“ In einem echten Team gebe immer mal ein anderer einen wichtigen Impuls. „Heute war ich das. Es gehört aber eine ganze Mannschaft dazu“, sagte der Tscheche. Stephan Swat weiß, was er an seinen Routiniers hat. „Im Alter wird ja vieles besser, Wein zum Beispiel“, erklärte der EHV-Coach und fügte lachend an, dass er bei Radek Musil sogar über ein generelles Trainingsverbot nachdenke. Schließlich habe der Oldie wegen Ellenbogenproblemen in der Vorbereitung auf die Partie gegen Rimpar nur für ein paar Minuten im Tor stehen können. Wenn der Keeper dann trotzdem solche Leistungen bringe ...
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EHV Aue VS. HC Rhein Vikings
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