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EHV Aue 26:26 ASV Hamm-Westfalen
EHV Aue   ASV Hamm-Westfalen

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News vom 08.10.2018

Gastgeber Aue spielt sich in einen Rausch
(Quelle Freie Presse)
fp081018.JPGVon Katja Lippmann-Wagner

Der EHV hat nach fünf Niederlagen in Folge in der 2. Handball-Bundesliga ein Lebenszeichen von sich gegeben. Durch eine starke zweite Halbzeit gewannen die Schützlinge von Stephan Swat mit 35:26.
Lößnitz. Der Handballabend in der Erzgebirgshalle Lößnitz ließ zunächst nichts Gutes ahnen, denn der EHV Aue lag nach fünf Minuten mit 0:4 gegen den HSV Hamburg hinten. Letztendlich aber standen die 1280 Zuschauer in der Erzgebirgshalle Kopf: In der zweiten Halbzeit brachten die Gastgeber die Norddeutschen zur Verzweiflung und so feierte der EHV nach fünf Niederlagen einen 35:26 (13:14) Heimsieg.
Den Start in die Begegnung verfolgte Cheftrainer Stephan Swat nervös. Die grüne Karte für eine Auszeit zückte er jedoch nicht: "Wir hatten die Chancen, machten sie aber nicht rein. Da kann ich von außen schon noch einwirken und sagen, kommt Leute, weiter, wir spielen es gut, wir müssen jetzt nur mal die Tore machen." Doch sein Team fand auch ohne die Korrektur von außen in die Begegnung, holte bis auf zwei Tore auf. "Dann ging es hin und her. Wir sind fast die gesamte erste Halbzeit dem 0:4 hinterhergelaufen", so Swat. Gerade in den ersten 20 Minuten scheiterten seine Schützlinge immer wieder an einem überragenden HSV-Schlussmann. Der 2,05 Meter große Aron Edvardsson vernagelte scheinbar den Hamburger Kasten. Vor allem über die Außen gelang dem EHV zunächst wenig. Der HSV zog nach 22 Minuten auf fünf Tore zum 7:12 davon. Die Gastgeber kämpften verbissen und schafften es, mit 13:14 in die Kabine zu gehen. Swat: "Gerade das letzte Tor brachte noch einmal richtig Emotionalität rein. Die Jungs haben an sich geglaubt." Es musste nur noch an ein paar kleinen Stellschrauben gedreht werden, so der Coach und nennt als Beispiel Jan Forstbauer. Der hatte in der ersten Hälfte sieben Tore erzielt, nach der Pause kam nur noch eins hinzu.

In der zweiten Halbzeit machten die Zuschauer die Erzgebirgshalle zur Erzgebirgshölle. Die Gastgeber spielten sich in einen Rausch. Jetzt klappte alles. Benas Petreikis war mit neun Treffern bester Werfer. Zwei Tage zuvor war der 26-Jährige Papa von Zwillingen geworden. Nach der Begegnung sagte Petreikis, dass er in der Nacht vorm Spiel nur anderthalb Stunden geschlafen hatte. EHV-Kapitän Eric Meinhardt folgte ihm mit acht Treffern auf dem Fuß. Mit vier verwandelten Sieben-Metern war er erneut die sichere Bank von der Linie. Kevin Roch überzeugte auf ganz andere Art und Weise. Er hatte ein Gespür fürs leer Tor. Der HSV Hamburg versuchte immer wieder Unterzahlsituationen zu kompensieren und schickte den sechsten Feldspieler anstelle eines Tortwarts aufs Parkett. Roch behielt den Überblick und traf vier Mal zum Teil aus der eigenen Hälfte das leere Tor. Pausierte Roch, sorgte Pascal Ebert für Entlastung und steuerte ebenfalls drei Tore bei. "So muss es sein", betont der Trainer. "Wir können es nur über die Mannschaftsleistung lösen und das war heute der Ansatz, wo wir weitermachen müssen." Es gab 14 Zeitstrafen. Jort Neuteboom und Kevin Lux sahen in der Begegnung rot und mussten beide nach den dritten Zwei-Minuten vorzeitig duschen.
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