Letztes Spiel: 15.09.2018 18:00
EHV Aue 25:33 HSC 2000 Coburg
EHV Aue   HSC 2000 Coburg

So geht Sächsisch
 
Helios

News vom 13.09.2018

Die aktuelle Lage in Liga 2 und im Focus unser Gegner HSC 2000 Coburg
02-Coburg_04.jpgDie Lage

Alle guten Dinge sind drei! Der dritte Spieltag ist mit einer großen Anzahl an Überraschungen bei den bisher 28 Spielen (zwei Spiele wurden verlegt) absolviert. Dass nach dem dritten Spieltag keiner mehr eine „weiße Weste“ hat, also mit „0“ Minuspunkten dasteht, das gab es wohl noch nie. Das zeigt, wie stark und ausgeglichen die Liga ist. Immerhin sind noch sechs Mannschaften ungeschlagen und wir sind dabei! Das konnte man bei zwei Auswärtsspielen nicht unbedingt erwarten. Apropos drei - da gab es doch den Film „Die Drei von der Tankstelle“ mit Willy Fritsch, Oskar Karlweis und Heinz Rühmann in den Hauptrollen (allesamt tolle Schauspieler). Wir haben zwar keine guten Schauspieler, aber dafür sehr gute Handballer. Beim EHV heißt es auch nicht „ Die Drei von der Tankstelle“, sondern „Die Vier in der Mannschaft der Woche“, denn Kevin Roch, Eric Töpfer, Benas Petreikis und Eric Meinhardt (dieser sogar zweimal) wurden alle vier in den bisherigen drei Spieltagen durch die 2. Handball Bundesliga in die Mannschaft der Woche gewählt (siehe Seite 15). Gratulation und weiter geht es!
Ein Aufsteiger als Tabellenführer, das schaffte vor Jahren nur unser heutiger Gegner der HSV 2000 Coburg. Dass der TuS Ferndorf eine tolle Truppe hat, war klar und dass man gegen Mitaufsteiger Großwallstadt und Hamburg gewinnt, ist auch kein Wunder, aber wer einen Aufstiegskandidaten wie den VfL Lübeck-Schwartau mit 27:17 „rasiert“ (und zwar ohne Schaum!), vor dem muss man großen Respekt haben! Jetzt kommt der ASV Hamm-Westfalen und da darf man ebenfalls gespannt sein. Das große Favoritensterben war bereits bei den ersten drei Spieltagen angesagt. Wer hätte gedacht, dass der VfL Eintracht Hagen den TuS N-Lübbecke schlägt (die Nummer 1 der Aufstiegskandidaten)? Oder dass der andere Absteiger aus Liga 1, der TV 05/07 Hüttenberg gegen Aue nur unentschieden spielt und gegen Dormagen zu Hause gar verliert? Oder dass sich HBW Balingen-Weilstetten als Aufstiegskandidat mit 2:4 Punkten begnügen muss und Essen die Rimpar Wölfe mit acht Toren abfertigt? Das alles ist schon sehr erstaunlich und macht die 2. Handball Bundesliga so attraktiv. Den HSC 2000 Coburg auf Platz 2 konnte man so erwarten. Die tollen Neuzugänge wurden offenbar schnell integriert. Der VfL Eintracht Hagen belegt nach dem Paukenschlag gegen N-Lübbecke Platz 3. Doch es gibt noch einen mit „weißer Weste“: Der ASV Hamm-Westfalen hat bei einem Spiel weniger 4:0 Punkte. Nach dem zweiten Spieltag dachte man, die HSG Nordhorn-Lingen kann niemand aufhalten (4:0 Punkte und 20 Plustore), aber dann kam der Haltepunkt Coburg und es folgte die 25:29-Niederlage. Auf Platz 6 steht nach dem Heimsieg gegen Wilhelmshaven (36:2) N-Lübbecke. Der TUSEM Essen auf Platz 7 zeigt sich nach saisonübergreifenden neun, zu Hause nicht verlorenen Spielen heimstark, darunter nur ein Unentschieden. Und gegen wen? Richtig, gegen den EHV Aue (27:27)! Essen ist unser nächster Auswärtsgegner. Der EHV Aue belegt Platz 8, das konnte man nach drei Spieltagen nicht unbedingt so erwarten. Gefolgt vom punktgleichen VfL Lübeck-Schwartau, der sich nach der Schmach in Ferndorf (27:17) mit dem Sieg gegen Dessau-Roßlau (30:24) rehabilitiert hat. Auf Platz 10 folgt nach dem glücklichen Punktgewinn gegen den EHV Aue und der zu erwartenden Niederlage in Lübbecke der Wilhelmshavener HV mit 3:3 Punkten. Nach der Saison 2014/2015 stand wieder einmal das Hessen-Derby Rimpar gegen Großwallstadt an. Allerdings war damals noch Großwallstadt der Favorit. Die Zeiten haben sich geändert und nun war Rimpar in der Favoritenrolle und gewann vor 2.555 Zuschauern in Aschaffenburg mit 26:24. Der TV Emsdetten begann die Saison mit einer „Klatsche“ zu Hause gegen Nordhorn (20:33), holte dann aber zwei wichtige Punkte gegen die Rhein Vikings (25:23) und das konnten auch die elf Paraden von Gästetorhüter Bozic nicht verhindern. Im letzten Jahr ging Balingen in Hamm unter. Und das war auch der letzte Auftritt für Runar Sigtryggsson, danach war seine Zeit in Balingen zu Ende. Übrigens, mit Stjarnan trainiert er nun wieder einen Erstligisten in Island. Diesmal war die Niederlage für die Schwaben nicht so gravierend, man verlor mit 21:22, holte aber eben keinen Punkt! Der Dessau-Roßlauer HV 06 beginnt diese Saison nicht mit so einem „Sahnestart“ wie in der letzten, als man eine sensationelle Hinrunde spielte. Ein wichtiger Heimsieg gegen Essen (35:29) und zwei Auswärtsniederlagen stehen für die Anhaltiner zu Buche. Der TSV Bayer Dormagen präsentierte sich beim EHV Aue bereits stark, landete dann beim TV Hüttenberg, einem der Absteiger aus der 1. Liga, die Überraschung mit dem 30:29-Sieg. Der HC Rhein Vikings ist bisher der Pechvogel der drei Spieltage. Einmal verloren sie mit einem und einmal mit zwei Toren und das Tor für Coburg zum 25:25 fiel in den letzten Sekunden. Jetzt muss gegen den HSV Hamburg der erste Sieg her! Der TV Großwallstadt folgt auf Platz 17 nach der Derby-Niederlage gegen die Rimpar Wölfe. Die Enttäuschung der bisherigen Saison ist der TV 05/07 Hüttenberg. Dort brennt der Baum bereits nach dem dritten Spieltag, wenn man gegen zwei Abstiegskandidaten zu Hause drei Punkte abgibt und in Nordhorn mit sieben Toren verliert. Der HC Elbflorenz hat sich das wohl auch anders vorgestellt: 1:5 Punkte und -15 Tore. Schmerzen wird das 26:26 zu Hause gegen den VfL Eintracht Hagen. Es ist schon, man möge mir verzeihen, etwas blind, wenn man mit 26:23 nach 58 Minuten und sieben Sekunden führt und am Ende 26:26 spielt! Aber das kennen wir ja von unserem Spiel im letzten Jahr in Dresden. HSV Hamburg: Ein großer Name, aber noch keine Punkte. Weit war man in Balingen und zu Hause gegen Ferndorf davon nicht entfernt.
Eine spannende und nervenaufreibende Saison steht bevor und wir alle sollten uns darauf freuen!

Rüdiger Jurke

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Unser Gegner: HSC 2000 Coburg

Am letzten Samstag war man noch Tabellenführer. Durch den Sieg von TuS Ferndorf rutschte man auf Platz 2. Allerdings wird Jan Gorr mit dem Start mehr als zufrieden sein. Zuerst schlug man den „Angstgegner“ HC Elbflorenz, gegen den man in der letzten Saison zweimal verlor, mit 30:23. Dann spielte man bei den heimstarken Rhein Vikings 25:25 und am vergangenen Samstag siegte unser heutiger Gegner im Spitzenspiel bei der bisher stark auftretenden Mannschaft aus Nordhorn mit 29:25. Damit liegt die Favoritenrolle heute klar auf Seiten der Oberfranken. Das Ziel der Saison definierte Jan Gorr mit einem Platz unter den ersten Sieben. Das könnte aber auch die Plätze 1 oder 2 bedeuten, die mit dem Aufstieg in Liga 1 verbunden wären, wo die Coburger bereits in der Saison 2016/2017 spielten. Auf alle Fälle gehören die Coburger zum Favoritenkreis derer, die um die vorderen Plätze kämpfen werden. Im Spitzenspiel überzeugte vor allem einer: Jan Kulhanek, der Tscheche im Tor. Der 37-jährige war der Fels in der Brandung. Neuzugang Anton Prakapenia führte das Spiel und erzielte drei Tore. Der Torschütze vom Dienst war wieder einmal Linksaußen Florian Billek (8/3). Insgesamt erzielte er bisher bereits 25 Tore und ist damit wohl der beste Linksaußen der Liga. „Sieben auf einen Streich“ oder auch sieben Neuzugänge musste Jan Gorr in die Mannschaft integrieren. Allerdings dürfte ihm das nicht schwergefallen sein, da alle über eine hohe individuelle Klasse verfügen. Beginnend mit Konstantin Poltrum aus Konstanz wurde ein Torwart verpflichtet, der in der letzten Spielserie zu den Besten in der 2. Liga zählte und so ist das Torhütergespann Kulhanek/Poltrum vielleicht auch das beste der Liga. Das zeigen auch ihre bisherigen Werte von 33 % bzw. 34 % gehaltenen Bällen. Mit Marcel Timm (Gummersbacher Schule) ist neben dem Schweden Markus Hagelin der zweite Kreisläufer mit Gardemaßen in Aktion. Ebenfalls aus Gummersbach ist Maximilian Jäger auf Linksaußen. Welche Qualitäten die anderen Neuzugänge haben, zeigt vor allem die interne Torschützenliste. Anton Prakapenia auf Rückraumlinks und Mitte erzielte bisher zwölf Treffer. Pontus Zetterman auf Rückraumrechts aus Lübeck traf bisher elfmal, genauso oft wie Christoph Neuhold (RL), der von Hamm nach Coburg wechselte. Der bereits erwähnte Maximilian Jäger erzielte bisher sieben Treffer. Damit sorgten die Neuen für über die Hälfte der bisherigen Tore. Des Weiteren gehören zum Aufgebot Spieler wie der 2,03 Meter große Philipp Barsties oder der starke Tscheche Petr Linhart. Alle Positionen sind doppelt gut besetzt und so hat Jan Gorr die Qual der Wahl. Heute kommt eine Spitzenmannschaft in die Erzgebirgshalle, die es zu bespielen und zu bezwingen gilt. Dies wird aber nur mit dem 100%igen Einsatz auf dem Feld und den Rängen gelingen.
Vielleicht kurz noch etwas zur Statistik: Bisher sind wir 17-mal auf die Oberfranken aus Coburg getroffen. Neunmal gingen wir als Sieger vom Parkett, sieben Spiele gingen verloren und einmal trennten wir uns unentschieden. Allerdings haben wir von den letzten vier Spielen nur eins gewonnen. Natürlich hoffen und wünschen wir uns für das Spiel, dass wir die Statistik zu unseren Gunsten noch weiter verbessern werden.
Wir begrüßen ganz herzlich den HSC 2000 Coburg und seine mitgereisten Fans und freuen uns auf ein faires und spannendes Spiel!

Beste Spieler laut Handballwoche:
Billek 3x; Prakapenia 2x; Neuhold, Zetterman, Weber je 1x
Nächstes Spiel: 21.09.2018 19:30
TUSEM Essen VS. EHV Aue
TUSEM Essen   EHV Aue