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EHV Aue 28:21 HBW Balingen-Weilstetten
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News vom 16.04.2018

EHV Aue hilflos in der Abwehr: 22 Gegentore in zweiter Hälfte
(Quelle Freie Presse)
fp160418.JPGDer Handball-Zweitligist hat sich zu viele Fehler im Spiel gegen die SG BBM Bietigheim geleistet.
So spielte man dem Gegner die Bälle förmlich in die Hand.

Von Ralf Wendland
erschienen am 16.04.2018

Lößnitz. Das würde wohl jeder im Team von Handball-Zweitligist EHV Aue unterschreiben: "Wir wollen alle nicht in der 3. Liga spielen." Diesen Satz formulierte Keeper Erik Töpfer nach der 29:37-(12:15) Heimpleite am Freitag gegen die SG BBM Bietigheim vor 1300 Zuschauern in der Erzgebirgshalle in Lößnitz.
Das, was der EHV als eine der Kellermannschaften gegen die Tabellenzweiten, die nicht ohne Grund acht Spiele in Folge gewonnen haben, auf dem Parkett abgeliefert hat, reicht jedoch nicht aus, um sich selbst den Wunsch nach dem Verbleib in der 2. Bundesliga zu erfüllen. Da muss sich das Team um Trainer Stephan Swat anders drehen. Der Coach sagte: "Wir haben gesehen, was es bedeutet, gegen eine echte Spitzenmannschaft zu spielen, die effektiv ist, die Situation schnell erkennt, die Spielstruktur des Gegners zerstört und ein gutes, kontrolliertes Tempospiel an den Tag legt."
Man habe selten einen Gegner, der Fehler so brutal bestraft. Und davon gab es einige auf Auer Seite. In der ersten Halbzeit hatte der EHV durchaus Chancen, doch an der Verwertung hat es gehapert. Es ist nicht gelungen, Bietigheim mit der 5:1-Abwehr unter Druck zu setzen. Die Gegner haben gute Lösungen gefunden und freie Räume genutzt. Die Auer sind auf der anderen Seite immer wieder an Bietigheims Keeper Domenico Ebner verzweifelt.
Nach 20 Minuten lag man mit drei Toren hinten (8:11). Bei einem Angriff nur acht Minuten später, gelang es dem EHV Aue trotz dreifachem Versuch - einmal Bengt Bornhorn und zweimal Kevin Roch - nicht, den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen. Die Fehler folgten in Reihe. Die Auer spielten den Gästen die Bälle förmlich in die Hand, die dadurch zu einfachen Toren kamen. Bengt Bornhorn lieferte phasenweise ein starkes Spiel ab. "Ich denke, wir haben das in der ersten Halbzeit gut gemacht, aber drei bis vier Bälle zu viel liegengelassen", schätzte der Kreisspieler ein.
Nach der Pause war das Spiel wahnsinnig schnell. "Wir haben in der Abwehr überhaupt keinen Zugriff bekommen", so Bornhorn. Bei zehn Toren Minus in der 44. Minute beim 18:28 schien es, als habe sich der EHV seinem Schicksal ergeben. Die 22 Gegentore, die man in Hälfte zwei kassiert hat, sprechen Bände, so Stephan Swat. Die Torhüterleistung habe komplett gefehlt. EHV-Keeper Erik Töpfer schätzte aus seiner Perspektive ein: "Es hat an der fehlenden Einsatzbereitschaft in der Abwehr gelegen. Mir kam es so vor, als ob jeder zwei Schritte weniger gemacht hat. Das Zusammenspiel hat gefehlt. Es hat jeder für sich gestanden." Als Torhüter sei es schwierig ins Spiel zu kommen, wenn die Würfe alle von sechs Meter erfolgen. Es gibt aber auch positive Nachrichten für den EHV Aue: Sebastian Naumann und Sebastian Paraschiv sind nach ihrer Verletzungspause zurück auf dem Parkett.
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