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News vom 12.03.2018

Auer verspielen kurz vor Schluss einen wertvollen Punkt
(Quelle Freie Presse)
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Die Zweitliga-Handballer des EHV haben im Kampf um den Klassenerhalt den nächsten Rückschlag erlitten. Vorgestern kamen sie zu Hause gegen den Wilhelmshavener HV nur zu einem 29:29 (13:12).

VON KJELL RIEDEL

LÖSSNITZ - Der Trainer der Zweit- liga-Handballer des EHV Aue ist seit Wochen gesundheitlich angeschlagen. Die Heimpartie am Sonnabend gegen den Wilhelmshavener HV wird nicht zu seiner baldigen Genesung beigetragen haben. „Wenn der Gegner froh ist, einen Punkt mitzunehmen, müssen wir uns riesig ärgern“, sagte der von einem hart- näckigen Infekt geplagte Stephan Swat nach dem 29:29 (13:12).

Wenige Meter neben dem Coach stand mit bedröppeltem Gesichtsausdruck Kevin Roch. Eben auf Auer Seite zum Akteur des Spiels gewählt, war er so etwas wie der tragische Held. Als der EHV nach dem 18:17 (43.) zum wiederholten Mal eine Führung aus der Hand gegeben hatte und 19:21 (45.) in Rückstand geriet, hatte Roch mit mehreren Toren maßgeblichen Anteil daran, dass die Gastgeber erneut das Blatt wendeten (23:22/48.). Der 28-Jährige war es auch, der die Erzgebirger in der nicht hochklassigen, aber von der ersten Sekunde an unheimlich engen und packenden Partie knapp neun Minuten vor dem Ende 26:24 in Führung brachte. Die Auer lagen erstmals mit zwei Toren vorn und schienen vor 1400 Zuschauern auf die Siegerstraße einzubiegen.

Dass sie wieder von ihr abkamen, hatte auch mit Kevin Roch zu tun: Der fing sich zwei Minuten vor Schluss beim Stand von 29:27 für den EHV eine umstrittene Zeitstrafe ein, und die Einheimischen schafften es in Unterzahl nicht, den wertvollen Vorsprung über die Zeit zu retten. Zu wenig Cleverness in dieser Phase, lautete der Vorwurf des Trainers an sein Team. Die Zwei-Minute-Strafe sei eine harte Entscheidung gewesen, er wolle sich das Ganze jedoch erst noch einmal auf dem Video anschauen.

Roch selbst fand das Foul nicht so schlimm. „Aber die Strafe hat uns letztlich den Sieg gekostet. Insofern habe ich meiner Mannschaft keinen Gefallen getan, obwohl ich denke, dass man für die Aktion keine zwei Minuten geben muss. Aber vielleicht täusche ich mich ja.“ Das Team habe aggressiver und härter spielen wollen, dies sei über weite Strecken gelungen. „Es geht jedoch immer noch besser. Vor allem in der Abwehr. 29 Gegentore sind einfach zu viel. Insgesamt ist der eine Punkt natürlich zu wenig für uns. Und wir machen zu viele gravierende Fehler bei Abspielen, das müssen wir unbedingt abstellen“, sagte der 28-Jährige. Die viel zu hohe Fehlerquote ärgerte auch Stephan Swat mächtig. Ohne diese Patzer hätte sich der aufopferungsvoll kämpfende EHV in Hälfte eins durchaus ein wenig absetzen können. Denn die Abwehr mit dem starken Erik Töpfer im Kasten, der seinen Vertrag um zwei Jahre verlängert hat, stand gut. Aber vorn ging einiges schief. Im zweiten Durchgang wiederum kassierten die Auer dann 17 Gegentore. Letztlich war deutlich zu spüren, dass keiner im Auer Lager so recht wusste, was er mit dem einen Punkt anfangen sollte. Daher richtete Manager Rüdiger Jurke den Blick lieber nach vorn auf die nächsten schweren Aufgaben: „Wir müssen jetzt was machen, was keiner von uns erwartet, sonst geht’s schief.“ Jurke selbst geht allerdings erst einmal ins Krankenhaus. Er unterzieht sich heute bei Mannschaftsarzt Torsten Seltmann im Auer Klinikum einer Hüftoperation.

Da Konstanz gestern Abend in Nordhorn unterlag, steht der EHV nun zumindest wieder auf einem Nichtabstiegsplatz.

Bildtext: Eric Meinhardt ackerte wieder unermüdlich. Zudem war er mit neun Toren bester Werfer, auch dank fünf verwandelter Strafwürfe. FOTO: RALF WENDLAND
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