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EHV Aue 29:25 VfL Eintracht Hagen
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News vom 03.03.2018

Auer Handballer wollen sich am Bodensee freischwimmen
(Quelle Freie Presse)
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In der zweiten Liga tritt der EHV heute Abend bei der HSG Konstanz an. Die Gastgeber stehen auf dem ersten Abstiegsplatz und sitzen den Erzgebirgern damit direkt im Nacken.

VON KJELL RIEDEL

KONSTANZ - Gutes Sitzfleisch brauchen die Zweitliga-Handballer des EHV Aue in diesen Tagen. Nach der knapp 600 Kilometer langen Reise gen Nordhorn vor eineinhalb Wochen brachen sie gestern ähnlich weit in Richtung Bodensee auf, wo sie heute auf die HSG Konstanz treffen. Die Partie beginnt 20 Uhr in der Schänzle-Sporthalle und ist für beide Teams das, was gern als Vier-Punkte-Spiel bezeichnet wird, auch wenn es natürlich für den Sieger trotzdem nur zwei Zähler gibt.

„Wenn wir in Konstanz gewinnen, wäre das ein echter Meilenstein für uns“, sagt EHV-Manager Rüdiger Jurke und verweist auf die Tabellenkonstellation. Die zeigt die Erzgebirger mit 16:32 Punkten als 16. auf dem ersten Nichtabstiegsplatz unmittelbar vor den Baden-Württembergern, die zwei Zähler weniger auf dem Konto haben. „Wir können die HSG also abschütteln“, so Jurke. Ein wenig mehr Abstand täte den Auern gut, schließlich geht es im Keller der 2. Bundesliga wahnsinnig eng zu. Fast genauso wichtig wie der Blick nach unten ist aus Sicht des EHV der Blick nach oben. Auf Rang 15 ist der HC Elbflorenz zu finden. Der kann nur einen Zähler mehr vorweisen als die Erzgebirger. Zum Quartett auf den Plätzen 11 bis 14, das 20:28 Zähler hat, klafft indes bereits eine kleine Lücke. Es gilt, diese zu schließen oder sie zumindest nicht größer werden zu lassen, um möglichst viele Teams in den Kampf um den Klassenerhalt zu ziehen. Bei einem Sieg heute schlagen die Auer also zwei Fliegen mit einer Klappe.

Damit das hinhaut, muss sich die Mannschaft laut Jurke allerdings mindestens ähnlich stark präsen- tieren wie in Hälfte zwei beim jüngsten Heimerfolg über Rimpar. „Denn Konstanz war zuletzt gut drauf.“ Seit vier Spielen ist die HSG ungeschlagen. Nach Unentschieden gegen die Rhein Vikings und in Hildesheim gab es zu Hause ein 24:22 über Saarlouis sowie ein 30:20 in Eisenach. „Beim ThSV mit zehn Toren Unterschied zu gewinnen, das musst du erst einmal hinkriegen“, zollt Jurke Respekt. Aber auch vorm Hinspiel gegen den EHV Aue hatten die Süddeutschen einen klaren Sieg gegen die Thüringer gefeiert und verloren dann in Lößnitz 23:28. Die Auer haben also gute Erinnerungen an die HSG um ihren besten Torschützen Paul Kaletsch (147/58).

Sorgen bereitet EHV-Trainer Stephan Swat indes die Personalsituation. „Marc Pechstein konnte wegen einer Erkältung nicht trainieren. Wir hoffen, er ist einsatzfähig“, berichtet der Coach, der sich selbst seit Wochen mit einem heftigen Infekt herumplagt. Janar Mägi hat Wadenprobleme. Gregor Remke muss für Leipzig ran. „Franz Schauer fällt als Alternative aufgrund eines Bänderrisses an einem Fuß aus“, sagt Swat.

Bildtext: Benas Petreikis – hier im jüngsten Spiel gegen Rimpar – und der EHV Aue können mit einem Sieg heute in Konstanz einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt gehen. FOTO: RALF WENDLAND
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VS.