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News vom 09.02.2018

Der Schwung muss wieder aufleben
(Quelle: Freie Presse)
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Handball, 2. Bundesliga: EHV-Kapitän Eric Meinhardt und die Auer sind morgen in eigener Halle gegen den ASV Hamm-Westfalen gefordert

Für die Zweitliga-Handballer des EHV Aue wird es morgen wieder ernst. Ab 17 Uhr setzen sie in der Lößnitzer Erzgebirgshalle mit dem Heimspiel gegen den ASV Hamm-Westfalen den Kampf um den Klassenerhalt fort. Einer, der maßgeblichen Anteil daran hat, dass es zum Jahresende 2017 mit den Auern wieder bergauf ging, ist Eric Meinhardt. Kjell Riedel hat mit dem Mannschaftskapitän gesprochen.

Freie Presse: Das bisher letzte Spiel in dieser Meisterschaft liegt mehr als sechs Wochen zurück. Sind Sie froh, dass es endlich weitergeht?

Eric Meinhardt: Ja, auf jeden Fall. Es wird Zeit, dass es wieder um was geht.

Und wie sieht es mit Ihren Teamkollegen aus?

Da habe ich auch ein sehr gutes Gefühl. Die sind ebenfalls froh, dass die Pause vorbei ist.

Wollten Sie nach dieser Saison wirklich aufhören?

Ja. So war’s geplant. Aber es ist ja am Ende nicht so gekommen. (lacht)

Stimmt. Sie haben Ihren Vertrag um ein Jahr verlängert. Warum?

Einerseits, weil ich durch die lange Verletzungspause noch Lust auf Handball bekommen habe, richtig große Lust. Und da will ich das auch weiter machen. Andererseits, weil mir gleichzeitig in Chemnitz die Möglichkeit geboten wird, einen Masterstudiengang zum integrativen Lerntherapeuten abzuschließen, den ich schon mal angefangen hatte. Das ist dann eine Ergänzung zu meinem Lehramtsstudium Biologie und Sport in Jena, das ich im Sommer abschließen werde.

Dank des sensationellen Dezembers hat der EHV Aue die Abstiegszone verlassen, die lange Pause kam also zur Unzeit. Ist vom Schwung der Erfolge überhaupt noch etwas übrig?

Da ist schon noch etwas übrig. Nur müssen wir es jetzt auch hinbekommen, den Punkt des Schwungs wieder aufzunehmen. Der Schwung muss generell wieder aufleben – zunächst im Training und dann natürlich am Sonnabend im Heimspiel gegen Hamm.

Gab es aufgrund des bisheri- gen Saisonverlaufs ganz spezielle Schwerpunkte in den zurückliegenden Vorbereitungswochen?

Wir haben Athletik und Ausdauer trainiert, wie das so üblich ist, haben aber auch versucht, an taktischen Feinheiten zu arbeiten. Aber dass wir ganz spezielle Dinge herausgepickt haben, war nicht der Fall.

Sie waren wegen einer Gesichtsverletzung lange außer Gefecht und mussten dann gleich wie- der viel Verantwortung übernehmen. Sind Sie eigentlich schon richtig fit?

So fit, wie man nach zwei Monaten Handball und neun Monaten Pause davor sein kann. Aber ich denke, dass ich jetzt an einem Punkt bin, wo ich der Mannschaft noch mehr helfen kann als in den beiden Monaten zuvor. Die Sehstörungen bleiben leider bestehen. Das muss ich so in Kauf nehmen, dass Doppelbilder da sind. Die beeinträchtigen mich jedoch im Spiel nicht, sondern eher bei alltäglichen Dingen.

Mit Benas Petreikis war ein weiterer Aufbauspieler lange verletzt. Wie weit ist er aus Ihrer Sicht?

Benas braucht sicher auch noch seine Anlaufzeit, das ist ganz normal. Diese Fußverletzung hat ihn schon zurückgeworfen, er muss erst wieder Vertrauen in das betroffene Fußgelenk fassen. Benas entwickelt sich aber von Woche zu Woche immer besser, und ich denke, dass wir ihn sehr, sehr stark auf dem Spielfeld wiedersehen werden, wenn es losgeht.

In den Testspielen gab es – wie schon im Herbst in der Meisterschaft – diese fehlerhaften Phasen, mit denen sich das Team das Leben selbst schwer macht. Bereitet Ihnen das Sorgen?

Es macht mir Mut, wenn ich sehe, dass wir diese Phasen von Spiel zu Spiel immer kleiner werden lassen. Und ich hoffe, dass die Phase gegen Hamm möglichst ganz kurz ist. Es ist allerdings auch nicht ungewöhnlich, dass sich in einer längeren Pause ohne Wettkampfhandball Fehler einschleichen. Deshalb bin ich positiver Dinge, dass – wenn es jetzt wieder losgeht – alle mit der Konzentration an dem Punkt sind, der uns erfolgreich sein lässt.

Zum Auftakt geht es in der Erzgebirgshalle gleich gegen den Tabellenvierten aus Hamm. Wäre Ihnen ein leichterer Kontrahent lieber gewesen?

Nein. Ich habe mir einen starken Gegner gewünscht, denn dann wissen alle gleich, worum es geht.

Warum steht der EHV Aue auch am Saisonende auf einem Nichtabstiegsplatz?

Weil wir nicht noch mal neun Spiele in Folge verlieren werden.

Bildtext: Auch während seiner Verletzungspause war Eric Meinhardt (rechts) – wie hier in der Partie beim TuS Ferndorf – stets dicht bei der Mannschaft des EHV Aue. Für Trainer Stephan Swat, den diese Woche übrigens ein heftiger Infekt samt Fieber erwischt hatte, ist der Kapitän stets ein wichtiger und verlässlicher Ansprechpartner. FOTO: TONI BERTRAMS
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