Letztes Spiel: 26.12.2017 19:30
ThSV Eisenach 27:27 EHV Aue
ThSV Eisenach   EHV Aue

So geht Sächsisch
 
Helios

News vom 08.01.2018

Alexander Koke fehlt beim Trainingsauftakt vor Rückrunde
(Quelle: Freie Presse)
alexkoke.PNG
Handball-Zweitligist EHV Aue nimmt von seinem Spielmacher Abschied. Die Trennung nach anderthalb Monaten war von Anfang an geplant.

VON KATJA LIPPMANN-WAGNER

AUE/ERFURT - Der EHV Aue beginnt heute mit der Vorbereitung auf die neue Punktspielsaison. Wenn Trainer Stephan Swat erstmals aufs Parkett in die Erzgebirgshalle Lößnitz ruft, wird einer fehlen: Alexander Koke. Der Mann mit der Nummer 19, war im Oktober als Spielmacher in die Bresche gesprungen, als den EHV Aue personelle Probleme plagten. Ins Erzgebirge wurde Koke damals durch den Co-Trainer des EHV Aue, durch Radek Musil gelotst. Beide hatten zusammen in Eisenach Handball gespielt und standen noch in engem Kontakt.

Von Anfang an allerdings war vereinbart, dass Spielmacher Koke nur bis zum Jahresende aushelfen sollte. Daher erlebte er kurz vor Weihnachten sein letztes Spiel in der Erzgebirgshalle und konnte dabei mit seinem Team einen souveränen Sieg gegen Eintracht Hildesheim feiern. Zudem bestritt Koke sein letztes Spiel im Trikot des EHV Aue am zweiten Weihnachtsfeiertag bei seinem Ex-Verein, beim ThSV Eisenach, das mit 27:27 endete. „Hier muss man ganz klar sagen, dass Alexander Koke extremen Anteil daran hat, dass wir gepunktet haben“, sagt EHV-Manager Rüdiger Jurke in der Rückschau und ergänzt: „Das war auch für ihn ein ganz wichtiges Spiel, ein Prestigeduell.“ Eisenach und Koke hatten sich Ende 2011 nicht gerade einvernehmlich getrennt, man traf sich sogar vor dem Arbeitsgericht wieder. Dort einigte man sich auf einen Vergleich.

Beim EHV Aue lasse man ihn zwar aus guten Gründen, aber trotzdem schweren Herzens ziehen, macht Jurke klar. „Es sind drei Faktoren: Es war vereinbart, dass er nur bis Jahresende aushilft. Er würde natürlich zusätzliches Geld kosten, was wir, wie immer, leider nicht haben. Zudem kommt Benas Petreikis zurück“, so der EHV-Manager.

Koke hatte sich eigentlich vom Handball verabschiedet. Sowohl mit dem Kapitel Spieler als auch Trainer hatte er abgeschlossen, wollte sich ganz auf seinen Lehrauftrag konzentrieren. Den Entschluss, für den EHV Aue doch noch einmal in den aktiven Spielbetrieb einzusteigen, hat er ganz bewusst gefasst. Vor allem der zeitliche Aspekt wollte wohl überlegt sein. „Meine Freundin hat mich voll unterstützt und so war der Entschluss dann doch recht schnell gefasst, auch weil mir der Handball immer noch sehr viel Spaß macht“, so der 38-Jährige, der an der Universität in Halle arbeitet und in Erfurt wohnt. Der Standort Erfurt sei auch der Grund, warum er nicht mehr aktiv spiele: „Weil halt drum herum nicht so viel hochklassiger Handball ist.“

Sein kurzes Comeback habe er in keiner Weise bereut. Auch wenn ein paar tausende Fahrtkilometer in den knapp drei Monaten seiner Verpflichtung zusammenkamen. „Der EHV Aue gehört für mich in die 2. Liga. Es war interessant für mich, den Verein auch noch einmal von innen kennenzulernen“, sagt Koke, der in fremden Trikots mehrfach während seiner Laufbahn in Lößnitz auf dem Parkett stand. „Es macht Spaß hier zu spielen. Das Publikum unterstützt die Mannschaft in herausragender Weise“, so Koke, der einen einjährigen Sohn hat. „Ich glaube, dass wir diese Heimstärke in der Rückrunde benötigen, um die notwendigen Punkte zum Klassenerhalt zu holen.“

Er freut sich auf mehr Zeit mit seiner Familie. „Unser Sohn ist unser Sonnenschein. Mit ihm Zeit zu verbringen, war in diesen anderthalb Monaten etwas schwieriger.“ Die Wehmut, mit der er über Abschied vom EHV Aue spricht, kann er dann doch nicht so richtig verbergen.

Bildtext: Aus Personalnot war Alexander Koke im Oktober beim EHV Aue in die Bresche gesprungen. FOTO: KATJA LIPPMANN-WAGNER
Nächstes Spiel: 10.02.2018 17:00
EHV Aue VS. ASV Hamm-Westfalen
EHV Aue   ASV Hamm-Westfalen