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News vom 10.11.2017

Ruf der Mannschaft steht auf dem Spiel
(Quelle: Freie Presse)
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Heute Abend treffen die Zweitliga-Handballer des EHV Aue in der Lößnitzer Erzgebirgshalle auf die Rhein Vikings. Gegen den Neuling zählt nur ein Sieg.

VON KJELL RIEDEL

LÖSSNITZ - Alles auf null stellen und dann mit Vollgas neu starten: Das sollte das Motto der Zweitliga-Männer des EHV Aue für das Heimspiel heute Abend gegen den HC Rhein Vikings sein. Nach nur zwei Siegen in elf Partien, jeder Menge Pech bei knappen Niederlagen gegen Topteams, reihenweise klaren Fehlentscheidungen der Schiedsrichter und zuletzt dem Debakel in Bietigheim kann es nur besser werden – und muss es auch. Schließlich sind die Auer lediglich aufgrund eines Törchens nicht Tabellenletzte.

Zum Thema Neustart passt der Kontrahent eigentlich wunderbar. Ist der Aufsteiger, der heute, 19 Uhr in der Lößnitzer Erzgebirgshalle aufläuft, für die Gastgeber doch ein unbeschriebenes Blatt. Den Sprung in die zweite Liga schaffte das Team vom Niederrhein noch unter dem Namen Neusser HV, und zwar mit 59:1 Punkten als ungeschlagener Meister der 3. Liga West. Seit Sommer gilt ein Kooperationsvertrag mit ART Düsseldorf, daher tritt die Mannschaft nun als HC Rhein Vikings an. „Da steckt auch richtig viel Geld dahinter“, sagt EHV-Manager Rüdiger Jurke, der schon seit Langem nicht müde wird, vor der wirtschaftlich und sportlich immer stärker werdenden Konkurrenz in der 2. Bundesliga zu warnen.

Umso wichtiger ist aus Jurkes Sicht heute Abend ein Heimsieg über den Neuling. „Fast schon überlebenswichtig. Denn wenn wir diese Partie verlieren, verlieren wir den Kontakt. Wir müssen gewinnen, ohne Wenn und Aber. Wer das nicht kapiert hat, der gehört nicht hierher.“ Mit einem Erfolg rücken die Erzgebirger bis auf zwei Zähler an die mit 8:14 Punkten auf Platz 13 stehenden Vikings heran. Das wäre laut Jurke der erste Schritt. „Dann müssen wir noch die anderen Heimspiele bis Weihnachten für uns entscheiden.“ Personell gab es allerdings schon wieder einen Nackenschlag. „Janar Mägi hat sich unter der Woche einen Finger ausgekugelt und fällt definitiv aus“, berichtet der Manager. Jort Neuteboom, der angeschlagen war, werde dagegen wohl mitwirken können.

Unterdessen rief EHV-Präsident Lutz Lorenz alle Fans und Sponsoren dazu auf, das Team jetzt erst recht zu unterstützen. Unter anderem erklärte er: „Lasst uns gemeinsam, wie unser Hallensprecher Heiko es verkündet, die Erzgebirgshalle für die gegnerische Mannschaft zur Erzgebirgshölle machen.“ Zuspruch erhielt er daraufhin im Internet auch von seinem FCE-Amtskollegen. „Es ist wichtig, gerade in solchen Zeiten Charakter und Zusammenhalt zu zeigen. Unsere Tradition, ob im Fußball, Handball oder im Ringen, ist begründet in unserer Wismut-DNA. Unsere Freunde vom EHV können sich gewiss sein, dass der FC Erzgebirge Aue hinter ihnen steht. Vor allem in der Gewissheit, dass Spieler und Trainerteam des EHV alles geben werden. Kämpfen und viel Erfolg“, schrieb Helge Leonhardt. Wie „Freie Presse“ zudem erfahren hat, wird heute Abend wohl sogar fast das komplette Trainerteam der Veilchen in der Lößnitzer Erzgebirgshalle für die Auer Handballer die Daumen drücken.

Bildtext: Müssen heute Abend zeigen, dass der Auftritt in Bietigheim nur ein Ausrutscher war: Kevin Roch (Mitte) und seine EHV-Teamkollegen. FOTO: RALF WENDLAND
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